11
Sep
2006

Unersättlichkeit

Nachdem die Frau, wie erwähnt, über Jahrhunderte zunehmend entsexualisiert wurde, waren Ende der 60er Jahre einige Sexualwissenschaftler geradezu fasziniert von der starken Orgasmusfähigkeit der Frau. Vor allem die Arbeiten von MASTERS und JOHNSON (1967) sorgten für dieses neue Interesse.

Die Potenz der Frau

MARY JANE SHERFEY, eine amerikanische Psychiaterin, entwickelte die Entdeckungen von MASTERS und JOHNSON konsequent weiter und veröffentlichte 1972 ihr sexualwissenschaftliches Buch ‚Die Potenz der Frau’ (deutsch 1974). Sie bereicherte die Theorien über die weibliche Sexualität um ethnologische, vergleichende embryologische Forschungen und Erkenntnisse auf dem Gebiet der Gynäkologie, der Evolutionsbiologie und der Endokrinologie. Ihr Forschungsinteresse galt vier ungeklärten Erscheinungen, die praktisch nur bei der menschlichen Frau vorkommen: Das prämenstruelle Spannungssyndrom; der „stille“ Eisprung, der nicht in einer periodisch auftretenden Brunst vorkommt; der weibliche Orgasmus und das Klimakterium, denn die meisten weiblichen Tiere höherer Ordnung behalten ihre Fruchtbarkeit. (S.11 ff.) Sie ging von der Annahme aus, dass „nichts die genetische Struktur des Menschen enger mit seiner Kultur verknüpft, als sein Fortpflanzungsapparat.“ (S.15)

Weibliche sexuelle Uranlagen

Auf eine ausführliche Darstellung ihrer Erkenntnisse, beispielsweise auch hinsichtlich der von FREUD entwickelten Vorstellungen zur Minderwertigkeit der Klitoris und der angenommenen bisexuellen Embryonalanlage, soll in dieser Arbeit weitgehend verzichtet und nur ein relativ kleiner Ausschnitt dargestellt werden. Nur so viel: Gestützt auf die ‚Induktortheorie sexueller Differenzierung’ (BURNS, 1961), geht sie von einem weiblichen embryonalen Geschlecht und von weiblichen Uranlagen sämtlicher Sexualorgane bei Säugetieren aus. Wenn die Keimdrüsen eines Fötus in den ersten Wochen vor der Differenzierung entfernt werden, wird sich der Embryo, unbeeinflusst von dem genetischen Geschlecht, zu einem normalen weiblichen Körper entwickeln, dem lediglich die Eierstöcke fehlen. (SHERFEY, 1974, S.73) "Embryologisch gesehen ist es durchaus richtig im Penis eine wuchernde Klitoris, im Skrotum eine übertrieben wuchernde Schamlippe, in der weiblichen Libido die ursprüngliche zu sehen!" (S.85)

Die ‚Klitoris-Leitzonen-Theorie’

Sie revidierte die weiter oben angesprochene Vaginal-Orgasmus-Theorie FREUDs und stellte in ihrer ‚Klitoris-Leitzonen-Theorie’ fest, dass orgastisches Erleben an der Klitoris ausgelöst und über Nervenendigungen an die Vagina lediglich weitergeleitet wird. Einen vaginal ausgelösten Orgasmus gäbe es nicht, allerdings sei eine indirekte klitoridale Reizung durch Penisstöße durchaus möglich. (S.135) Sie wies darauf hin, dass dabei die Klitoris durch die rhythmische Retraktion in die angeschwollene Klitorishaube gereizt wird. Funktionell betrachtet sei diese Haube analog zum männlichen Geschlechtsakt eine Art „Miniaturvagina“ für die Klitoris. (S.141) Der HITE REPORT bestätigt, dass etwa ein Drittel der rund 3000 befragten Frauen während eines vaginalen Verkehrs auch ohne begleitende manuelle Stimulation der Klitoris regelmäßig einen Orgasmus erlebt. (HITE, 1978, S.198) Trotzdem ist der Mechanismus beim normalen Koitus oft schwer in Gang zu setzen, was vermutlich durch die vielen Varianten der sexuellen Anatomie begründet ist. (SHERFEY, 1974, S.209)

Die Klitoris – Nur die "Spitze eines Eisbergs"

Außerdem übernahm sie die Erkenntnis von MASTERS und JOHNSON, dass Frauen zu multiplen Orgasmen fähig sind und berücksichtigte sehr gründlich den Aufbau und die Funktion der lustempfindsamen verborgenen inneren Strukturen der weiblichen Sexualorgane. Die Klitoris, von der nur ein Bruchteil sichtbar ist, ist ein äußerst beeindruckendes komplexes Organ, das sich fast über den gesamten genitalen Bereich erstreckt, bestehend aus der Haube, beziehungsweise der Klitorisvorhaut oder Kapuze, der klitoralen Glans, dem Schaft, den Schenkeln und den Vorhofzwiebeln. In der klitoralen Glans enden zwischen 6000 und 8000 Nerven, mehr als in jedem anderen Körperteil und viermal so viel wie beim Mann. (CHALKER, 2002, S.36) Zusätzlich ist die Blutversorgung über weiträumige Venengeflechte im Becken dichter und größer, und die Beckenmuskeln sind stärker und länger. SHERFEYs Untersuchungen ergaben, dass das Verhältnis vom gesamten erregten Klitoralsystem zur Klitoris (Glans und Schaft) fast 30:1 ist, (SHERFEY, 1974, S.107) und damit nur wenig kleiner als die homologen Strukturen des Mannes. (S.108) „Anhand dieser Ausführungen könnte man leicht mutmaßen, weibliche Orgasmen seien intensiver als männliche.“ Sie wies jedoch darauf hin: „Niemand kann fühlen, genau fühlen, was der andere fühlen mag.“ (S.105) Mit der Klitoris besitzt die Frau jedenfalls ein Organ, „das ausschließlich dem Lusterleben“ dient. (KENTLER, 1988, S.131)
Abb-

Sexuelle Erregung und Monatszyklus
Es ist allgemein bekannt, dass Frauen während der zweiten Zyklushälfte sexuell am ansprechbarsten sind. Schon KINSEY (1953, S.461) hat in seinen Umfragen festgestellt, dass etwa 90% der Frauen in der zweiten Zyklushälfte, die meisten davon ein bis vier Tage vor der Menstruation, eine starke Sekretion bei erotischer Erregung erleben. Die ebenfalls bekannte Tatsache der Ödematisierung der Beckenregion während dieser prämenstruellen Phase, zeige deutlich, dass sexuelle Ansprechbarkeit mit Blutstauung und Ödematisierung zusammenhängt. (SHERFEY, 1974, S.155)

Multiple Orgasmen

MASTERS und JOHNSON haben festgestellt, dass weitaus mehr multiple Orgasmen mittels selbstreizender Techniken als mittels vaginalem Koitus zustande kommen. Auch in ihrer Praxis sind SHERFEY zahlreiche Frauen begegnet, die mithilfe eines Vibrators bis zu 50 Orgasmen während einer einzigen Sitzung erreichten. CHALKER (2002, S.195) hat in einigen Fällen sogar über 100 beobachtet. SHERFEY benutzte anfänglich das Schlagwort: „Nymphomanie ohne Promiskuität“. Bald war ihr jedoch klar, dass die Anzahl der Orgasmen lediglich zeigte, „wie die wirkliche weibliche orgastische Potenz beschaffen ist.“ (SHERFEY, 1974, S.177) Der Grund weshalb diese weniger beim Koitus sichtbar wurde, scheint darin zu liegen, dass nur wenige Männer ihre Erektion so lange aufrechterhalten können, „bis die Frau drei oder vier Orgasmen erlebt hat.“ (S.174) Man muss ebenfalls bedenken, dass eine Frau ununterbrochen stimuliert werden sollte, besonders während der Plateau- und Orgasmusphase, weil sonst, im Gegensatz zum Mann, die Spannung sofort wieder absinkt. Kann die Frau dagegen das Spannungsniveau selbst bestimmen, ist sie in der Lage aufeinander folgende Orgasmen zu erleben. „In der Regel beendet nur körperliche Erschöpfung eine solche fortdauernde Masturbation.“ (MASTERS & JOHNSON, 1967, S.69)

Sexuell ungesättigt
SHERFEY zog aus ihren Analysen den Schluss, dass die weibliche Sexualität von ihrer Anlage her unersättlich sei. Jedem Orgasmus folgt ein neues Sichanfüllen der Schwellkörper; Ausdehnung erzeugt wiederum Stauung und Ödematisierung, die ihrerseits weitere Gewebsspannung zur Folge hat usw.; Blutzufuhr und Ödematisierung der Beckenregion sind unerschöpflich. „Daraus folgt, je mehr Orgasmen die Frau erlebt, desto stärker werden sie; je mehr Orgasmen sie erlebt, desto mehr kann sie erleben. Also ist die Frau angesichts eines Höchstmaßes an sexueller Sättigung sexuell ungesättigt.“ (S.180, Hervorhebungen durch SHERFEY)

Primatenforschung

Die These einer universellen und physisch bedingten Unfähigkeit der Frau, selbst bei intensiven und wiederholten orgastischen Erlebnissen gänzliche sexuelle Befriedigung, beziehungsweise Sättigung zu erlangen, erhärtete SHERFEY durch Beobachtungen aus der Primatenforschung. Primaten stellen für sie enge Verwandte des Menschen ohne kulturelle Restriktionen dar. (S.181) Weibliche Schimpansen täten fast alles, um in der Woche höchster Brunst möglichst viele Paarungen zu erreichen. Manchmal seien sie am Ende dieser Perioden völlig erschöpft und mit Wunden bedeckt, die ihnen verausgabte, abweisende Männchen zugefügt haben. „Ich möchte meinen, dass, hielte die Zivilisation sie nicht zurück, ein nicht unähnliches Verhalten von der Frau zu erwarten wäre.“ (S.182) Das Verhalten der Primatenweibchen macht insofern Sinn, dass sie nach dieser Paarungszeit ziemlich sicher Nachwuchs bekommen. Wie uns Evolutionsbiologe ROBIN BAKER in seinem Buch ‚Krieg der Spermien’ (1999) wissen lässt, hat sich dabei außerdem intravaginal das überlegene Sperma durchgesetzt.

Krieg der Spermien

BAKER suchte nicht bei den Primaten, sondern beim Menschen nach Hinweisen und ist davon überzeugt, dass auch das Menschenweib eine ähnliche Sexualstrategie verfolgt. Umfragen zufolge sei eines von zehn britischen Kindern nicht von dem Mann gezeugt, der glaubt, der leibliche Vater zu sein. Im Südosten Englands fanden Ärzte sogar 30% solcher „Kuckuckskinder“. In einer US-amerikanischen Studie entdeckten Forscher, dass eines von 70 weißen und eines von 10 schwarzen Kindern mit dem Vater nicht genetisch verwandt war. (BAKER, 1999, S.192) Solche Daten sind allerdings von sozialen Schichten, Ländern und Untersuchungsmethoden abhängig und bisher noch nicht unabhängig überprüft worden. Aber auch seriöse Fachblätter wie die ‚Zeitschrift für das gesamte Familien-Recht’ operieren mit Schätzungen, nach denen "etwa 10 Prozent der Kinder in Deutschland sogenannte Kuckuckskinder" sind. (zit. n. BÖLSCHE, 2004, Spiegel-online)

BAKER schließt daraus, dass das menschliche Sexualverhalten auf einen "Krieg der Spermien" im Körper der Frauen optimiert sei. Denn wenn diese mit mehreren Männern Sex haben, so fand er heraus, dann haben sie diesen fast immer innerhalb der Lebensdauer der männlichen Spermien, sodass diese mittels Killer- und Blockiererspermien gegeneinander konkurrieren können. (S.236)

Eine der wichtigsten Waffen bei dieser Strategie zur Auswahl fremder Gene, erklärt BAKER, sei der Verlust der Brunst. SHERFEY nannte das den „stillen Eisprung“. (S.11) Indem die Frauen den Zeitpunkt des Eisprungs verstecken können, erschwerten sie den Männern, sie in ihrer fruchtbarsten Phase zu bewachen. So hätten sie mehr Freiheit, meint er, sich durch einen Seitensprung Gene zu „besorgen“ und die „Ressourcen verschiedener Männer zu nutzen, indem sie die Vaterschaft verschleiern.“ (BAKER, 1999, zit. n. BREDOW, Spiegel 5/1999)

Der weibliche Orgasmus – biologisch überflüssig?
Bevor BAKER seine Entdeckungen publizierte wurden SHERFEYs Ausführungen von Evolutionsforschern nicht ernst genommen, vielmehr belächelt, mit dem Argument, dass eine Frau auch Nachwuchs bekommen kann, ohne jemals einen Orgasmus erlebt zu haben. Die Tatsache des weiblichen Orgasmus und der Fähigkeit zu multiplen Orgasmen verleitete den Anthropologen DONALD SYMONS (1981) zu der Annahme, der weibliche Orgasmus sei ein Zufallsprodukt der Evolution, ein Artefakt – sinnlos und biologisch überflüssig. SYMONS vergleicht die Klitoris mit den männlichen Brustwarzen, die für den Mann ebenfalls funktionslos sind und nur deshalb bei ihm angelegt sind, weil sie beim weiblichen Körper so wichtig sind. Multiple Orgasmen könnten ein zufälliger Effekt sein, aufgrund der weiblichen Unfähigkeit zu ejakulieren. (zit. n. GOULD, 1999, S.166). BAKER stellte wiederum fest, dass der weibliche Orgasmus zur Optimierung des Fortpflanzungserfolgs dadurch beiträgt, dass bereits vorbereitend das Zervixsekret als Transportmasse für die Spermien optimiert wird. Die ausgelösten Kontraktionen bewirken außerdem, dass der Gebärmuttermund mehrfach in das Sperma eintaucht, wobei es gewissermaßen „hineingesaugt“ wird. (BAKER, 1999, S.277)

Kulturelles Dilemma
Das Wesen weiblicher Sexualität mit der ungewöhnlichen orgastischen Potenz war nach SHERFEY nicht für monogame, sesshafte Kulturen gedacht. Die weibliche unersättliche Sexualität musste also unterdrückt werden. Die Stärke des zu unterdrückenden Triebes bestimme dabei die Kraft, die notwendig sei, um ihn zu unterdrücken. (SHERFEY, 1974, S.202) Auch die Anthropologin HRDY ist davon überzeugt, dass sexuelle Zurückhaltung, Diskretion und die Sorge um den Ruf vieler Frauen, nicht, wie DARWIN annahm, dem vormenschlichen „alten Erbe“ entstammt. Diese Schamhaftigkeit lasse sich auch erklären als "gelernte Anpassung von Frauen, die den Bestrafungen entfliehen wollten", welche das Patriarchat für „ungebärdige Partnerinnen und Töchter“ ausgedacht hat. (HRDY, 1999, zit. n. BREDOW, Spiegel 5/1999) Die meisten Kenner sind sich einig, dass die Bedeutung der gesicherten Vaterschaft seit dem 17. Jahrhundert auch auf dem „patrilinearen Erbschaftssystem“ beruht, das den Erstgeborenen bevorzugt. Daher waren sexuelle Abenteuer des Mannes auch entschuldbar, bei der Frau jedoch „verbrecherisch“ (GOREAU in ARIÈS et al., 1990, S.132)

Diplomarbeit-Unersaettlichkeit (pdf, 150 KB)

Das nächste Thema - Neosexualitäten - schließt dann das Kapitel: "Nymphoman, sexsüchtig, pervers, unersättlich oder neosexuell?" ab.

Für neue Leser:
Sie lasen soeben einen Teil aus meiner Diplomarbeit.
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steppenhund - 2006/09/11 09:12

Man könnte aus dem oben Beschriebenen ableiten, dass Liebe und Sexualität vollkommen voneinander zu trennen wären. (Nicht dass das meine eigene Meinung wäre) Doch das mechanische Modell des multiplen Orgasmus benötigt ja nur einen externen Stimulus, danach führt von Orgasmus zu Orgasmus eine autosexistische Steigerung weiter.
Es würde sehr wohl erklären, wie es zu der "gnadenlosen" Leugnung der weiblichen Sexualität und einhergehender Unterdrückung gekommen ist. Die Frage ist, ob sich dieser Vorgang nicht zyklisch in der Geschichte wiederholt. Ob nach jeder Freizügigkeitsphase, in der dieser Zustand bekannt und behandelt wird, wieder eine Unterdrückungsphase anschließt?

Eugene Faust - 2006/09/11 10:14

Die Sicht im obigen Kapitel ist schon recht biologistisch. Und um Mary Jane Sherfey ist es ja auch, obwohl (oder vielleicht gerade weil) Feministinnen in den 70ern ihre Erkenntnisse begrüßt haben, recht still geworden. Wenn man eher romantisch veranlagt ist, was ich inzwischen nicht mehr bin, ist die Einsicht, dass die Verbindung von Liebe und Sexualität viel mehr ein gesellschaftliches Konstrukt der letzten 200 Jahre, als eine Himmelsmacht ist, etwas schwer verdaulich. Trotz Patriarchat und Unterdrückung konnte aber die Verbindung von Sex und Liebe vielleicht einen Entwicklungsimpuls bilden, der in der Lage ist/war, "das Beste im Menschen" hervorzubringen. Doch das Gespann aus Liebe und Sexualität ist meiner Ansicht trotzdem arg überfrachtet und wird zudem in kapitalistischen Gesellschaften, die alles vermarkten (dazu im nächsten Kapitel mehr) verformt und irgendwie entwertet. Ich habe immer noch keine abschließende Erkenntnis. Manchmal sehe ich ganz pragmatisch denn Sinn von Sex in einer Liebesbeziehung in seiner Funktion, Intimität herzustellen. Es gibt sicherlich viele Antworten. Noch mehr werden es am Ende der Arbeit sein. Vielleicht auch noch mehr Fragen. Und Ihre letzte Frage, muss ich gestehen, kann ich nicht einmal ansatzweise beantworten. Dazu fehlt mir eine fundierte historische Perspektive.
acuto - 2006/09/11 16:24

Liebe Eugene, obwohl ziemlich zäh, wenn es um das Durchackern aufschlussreicher Texte geht, muss ich gestehn, dass ich mich mit obigem schwer tue. Nicht, weil es mir an Verstehen gebricht, sondern weil sich etwas in meinem Inneren gegen solche Sicht der Dinge sträubt. Im Moment noch ziemlich vehement.

Diesem Sträuben gedenke ich auf den Grund zu gehen und werde darum erstmal ganz in Ruhe meine Gedanken zum Thema ordnen. Sollte mir das gelingen (wovon ich grundsätzlich ausgehe, weil ich eben zähes Denkluder bin), lass ich bzgl. des Ergebnisses von mir hören. Es freut mich sehr, dass Sie Ihr hiesiges Haus dafür öffnen. :-)

Ganz lieben Gruß an Sie dalassend!
Eine ganz reizende Familie übrigens, die Ihre ..... :-))

Eugene Faust - 2006/09/13 19:49

Nur zu, liebe acuto

Ich bin schon recht gespannt.

LG
Mukono - 2007/05/31 12:40

smile

das liebe acuto denkt lange, aber meist kommt etwas hübsches dabei raus...
mir ist bei der recht schlüssigen Darlegung aufgefallen, dass wir als Embryo zunächst alle einmal weiblich waren. Doch, wo führt dieses hin? Da, die Bibel so etwas wie eine Zusammenfassung der Evolution auf sieben Tage ist, wäre ja der erste Mensch Eva und nicht Adam. Diese Gedanken sind ja auch kulturell gesehen enorm ketzerisch. Am Ende ist Gott selbst weiblich, grins.
Die jungen Frauen in Kenya wissen, wie sie am besten zu einem multiplen Orgasmus kommen, nicht nur aus finanziellen Erwägungen sagen sie "old mans are gold". Alte Männer können nämlich die Ejakulation sehr gut verzögern, und glattweg eine lange Erektionsstrecke zurücklegen, tja, tja...

einen kurzen Tageskommentar zurücklassend und ganz lieb auch das acuto grüssend

Mukono

Eugene Faust - 2007/05/31 13:29

Old men are gold!

Tja, was glauben Sie, warum immer mehr junge Männer zu Vi*gra greifen? ;-)
Mukono - 2007/05/31 14:11

grins

und alte Männer freuen sich über vorsichtige und taktvolle Korrekturen ihres eigenwilligen Englischs durch junge schöne Frauen...

ja, die Christen als Löwenfutter, das waren noch wahre Kerle.
rene h (Gast) - 2007/11/06 17:23

irrtum

als Embryo zunächst alle einmal weiblich waren

nein, waren wir nicht, wir waren alle indifferent
Eugene Faust - 2007/11/07 17:46

sehr aufmerksam!

Aber das hat Mukono als fleißiger Leser dieser Arbeit und Nichtwissenschaftler nur ein wenig unpräzise ausgedrückt. Im Text steht ja: "...Gestützt auf die ‚Induktortheorie sexueller Differenzierung’ (BURNS, 1961), geht sie von einem weiblichen embryonalen Geschlecht und von weiblichen Uranlagen sämtlicher Sexualorgane bei Säugetieren aus. Wenn die Keimdrüsen eines Fötus in den ersten Wochen vor der Differenzierung entfernt werden, wird sich der Embryo, unbeeinflusst von dem genetischen Geschlecht, zu einem normalen weiblichen Körper entwickeln, dem lediglich die Eierstöcke fehlen. (SHERFEY, 1974, S.73) ..."
Marino (Gast) - 2009/05/16 15:56

Unfair!

Zitat zu:

In der klitoralen Glans enden zwischen 6000 und 8000 Nerven, mehr als in jedem anderen Körperteil und viermal so viel wie beim Mann. (CHALKER, 2002, S.36) Zusätzlich ist die Blutversorgung über weiträumige Venengeflechte im Becken dichter und größer, und die Beckenmuskeln sind stärker und länger. SHERFEYs Untersuchungen ergaben, dass das Verhältnis vom gesamten erregten Klitoralsystem zur Klitoris (Glans und Schaft) fast 30:1 ist, (SHERFEY, 1974, S.107) und damit nur wenig kleiner als die homologen Strukturen des Mannes. (S.108) „Anhand dieser Ausführungen könnte man leicht mutmaßen, weibliche Orgasmen seien intensiver als männliche.“

Ich war geschockt, als ich das gelesen habe.
Da ja das was hier steht beweist, dass Frauen den besseren Orgasmus haben als der von uns Männer, finde ich das defenitiev unfair gegenüber uns Männern in der Sexualität.
Ich könnte mich stundenweise über das aufregen und fragen, warum Frauen mehr spüren als wir Männer, warum Frauen dieses geschenk Gottes kriegen und wir nicht, aber es bringt mich nicht weiter.
Frauen können ihn so vielfältig erleben und intensiver.


Jetzt ist meine Frage, ob es Möglichkeiten gibt für uns Männer es auszugleichen, dass wir Männer den gleichen Orgasmus haben könnten wie der der Frauen?
Villeicht durch eine OP? Indem man mehrere Nervenzellen einpflanzten könnte in die Eichel bis zum Gehirn? ( kenne mich nicht so gut aus in der Medizin)
Weitere Fragen:
Gibt es denn keine Studie über die Verbesserung der Orgasmusfähigkeit des Mannes?
Warum hatt die Klitoris 6000 bis 8000 Nerven und die männliche Eichel nicht? Warum haben wir das verdient?
Wir Männer sind schmerzempfindlicher als Frauen und trotzdem haben Frauen Nervenzellen an der Klitoris.
Frauen stöhnen viel mehr beim Geschlechtsverkehr als wir Männer. Warum können wir uns nicht so hingeben wie es die Frauen es machen beim Geschlechtsverkehr?
Frauen leben länger als wir Männer.
Männer sind nicht Klüger wie Frauen.
Frauen müssen zwar das Kind austragen, aber das passiert auch nur ein bis 3mal im Leben.
Frauen haben zwar auch die Regel, aber ich habe noch nie viele Beschwerden darüber gehört
Wir Männer müssen immer so ein großes Teil in unserer Hose tragen und wir sind unten ungeschützter wie Frauen

Das hier sind genug Fakten, mehr fällt mir nichts ein

Ich weiß ich schreibe hier villeicht nur Schwachsinn
Aber trotzdem bin ich gespannt was ihr darüber schreibt
Bitte alle Fragen beantworten, danke

MFG Marino
Marino (Gast) - 2009/05/16 15:59

hab ich vergessen dazu zu schreiben

Ja wenn ihr mir antworten könntet, dann schreibt es mir bitte per E-Mail an hugohosso@hotmail.com

danke

MFG Marino
Eugene Faust - 2009/05/16 17:09

ENTWARNUNG

Hallo Marino, bitte tun Sie sich den Gefallen und lesen noch mal in aller Ruhe:

„Anhand dieser Ausführungen könnte man leicht mutmaßen, weibliche Orgasmen seien intensiver als männliche.“ SHERFEY wies jedoch darauf hin: „Niemand kann fühlen, genau fühlen, was der andere fühlen mag.“ (S.105)

Mary Jane Sherfey spricht über die potentielle Orgasmusfähigkeit der Frau. Wenn das für alle Frauen so einfach wäre, wären vorgetäuschte Orgasmen wohl kein Thema, oder? :)

Also zu einem Orgasmus gehört schon ein bisschen mehr als viele Rezeptoren in der klitoridalen Glans.

Entspannen Sie sich wieder und freuen Sie sich an Ihrer eigenen Fähigkeit zur Lust.

Schönes Wochenende
Eugene Faust - 2009/05/16 20:09

Eine extra mail kommt nun keine mehr. :)
Mukono - 2009/05/17 11:17

Außerdem

Noch mehr Lust? Selbst der Mann hat schon zu viel davon. Manche denken nur noch an so was.
Das Alter bringt auch nicht so die richtige Erleichterung davon, Mensch!
Vielleicht, wenn man das "Glück" hat, neunzig zu werden.
In diesem Alter äußerte sich nämlich der Filmregisseur Bunuel:
"Endlich hört der Mist auf." Grins.

liebe Grüße in den Sonntag

Mukono
Eugene Faust - 2009/05/17 13:07

Sollte ich Sie jetzt bedauern? ;))

Ebenfalls Sonntagsgrüße in die Hauptstadt.
Mukono (Gast) - 2009/05/17 15:23

Nein, nein,

die lieben Grüße waren schon für Sie, aber die Antwort davor mehr für Herrn Marino. Oder hätte ich eine Mail schicken müssen ? ;:;:))
Eugene Faust - 2009/05/17 16:07

Meinen Sie, dass ich wenigstens den Link nach hier mailen sollte?
Mukono - 2009/05/17 19:17

ja, ich weiß auch nicht,

muss der Antwortende dem Fragenden nachlaufen oder umgekehrt?

:-)
Eugene Faust - 2009/05/19 13:41

@marino

Was ich noch sagen wollte:

Seien Sie bitte behutsam mit Ihrer Partnerin. Ludwig Bernhard hat einmal gesagt:"Es gibt zwei Tragödien im Sexualleben einer Frau. Die eine ist, wenn ein Mann nicht weiß wo die Klitoris ist, und die zweite wenn er sie gefunden hat." :)

Und bedenken Sie, jede Frau ist anders. Sprechen Sie mit ihr :) Und haben Sie viel Spaß zusammen.
Marino (Gast) - 2009/05/23 14:16

Erleichterung

Ja stimmt irgendwie :D
bin jetzt auch erleichtert

Danke

Mfg Marino
Eugene Faust - 2009/05/23 14:36

Das freut mich!

rugs (Gast) - 2009/06/24 14:27

unfair aber umgekehrt!

ich könnte 100000 dinge nennen warum es ungercht ist eine frau zu sein. gerade beim sex!

erstmal ist es nicht bewiesen, dass es für die frau intensiver ist. mehr nervenzellen bedeutet nicht immer gleich mehr gefühl.
dann wird beim geschlechtsverkehr die klitoris doch meistens nicht berührt. ihr männer werdet immer an eurem punkt stimuliert. außerdem könnt ihr überall pinkeln, weite sachen tragen, werdet nicht als sexualobjekt gesehen, werden ernster genommen, habt viel weniger krankheiten im genitalbereich und das mit der mestruation. vielleicht beschwert sich ekine frau, weil sie es angenommen hat aber toll ist es bestimmt nicht. man hat schmerzen, es kostet geld und es ist einfach ätzend.

also ich glaube für männer ist der sex besser. männer dringen in etwas weiches warmes ein und der punkt wird die ganze zeit stimuliert. wir müssen immer etwas dafür tun, dass auch beim rein-raus die klitoris sdtimuliert wird.
und oft wird die vagina schnell gereizt und dann brennt es.
vor allem an die männer:

findet ihr DAS nicht ungerecht?

also ich wäre sexuell gesehen lieber ein mann...
biene (Gast) - 2009/06/24 19:02

studien

kennt jemand vielleicht studien, die sich mit diesem thema befasst haben. ich meine heirbei medizinische studien.
ob die anzahl der nervenzellen etwas über die intensität des gefühls etwas aussagt.
und studien, die besagen oder erklären, dass frauen wirklich einen intensiveren orgasmus haben? klar, jeder orgasmus ist anders und jeder erlebt ihn individuell.
doch müsste es bestimmt unterschiede in den geschlechtern geben.
über antworten würde ich mich sehr freuen.

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