14
Sep
2006

Die Singlefrau

Auf das Profil der modernen Singlefrau wird anhand der Studie des französischen Soziologen JEAN-CLAUDE KAUFMANN näher eingegangen, da seine Stichprobe Parallelen zu drei Vierteln der in dieser Arbeit untersuchten Personengruppe aufweist. Die Aussagen gelten auch für alleinerziehende Mütter, vor allem wenn deren Kinder schon ziemlich selbständig sind oder/und vom getrennt lebenden Vater regelmäßig betreut werden.

KAUFMANN liefert in seinem Buch ‚Singlefrau und Märchenprinz’ (2002) eine Innenansicht des weiblichen Singles und entwickelt seine Theorie der „Flugbahn der Autonomie“. (S.159 ff.)

Zentrale Quelle für seine qualitative Studie über die Einsamkeit und Zerrissenheit moderner Frauen sind 153 Briefe. Ein Großteil dieser Briefe kam unaufgefordert von Leserinnen der französischen Zeitschrift ‚Marie Claire’ auf einen Artikel über eine alleinstehende Frau. Die Schreiberinnen waren zwischen 18 und 53 Jahre alt und bildeten keine repräsentative Stichprobe. Was die gesellschaftliche Position betraf, wiesen sie allerdings eine gute Verteilung auf. Auch Frauen aus einfacherem Milieu ließen sich von „der Schriftlichkeit“ nicht abhalten. (S.228) Trotzdem war eine leichte Überrepräsentation von Akademikerinnen zu verzeichnen. Viele waren ledig, etliche geschieden, einige alleinerziehend. Die Briefe zeugen von intensiven Auseinandersetzungen mit dem Alleinsein und spiegeln die Gedanken, Ängste und Erwartungen von Frauen, die im Spannungsfeld von Individualität und Selbstbestimmung einerseits, und dem Wunsch nach einem Partner andererseits leben.

Als zentral stellt er die in unserer Gesellschaft fest verankerte und verinnerlichte Norm des Lebens als Paar dar, welche bei der Singlefrau zum einen in dem bereits erwähnten „erhobenen Zeigefinger“, und zum anderen im Bild des ersehnten Märchenprinzen ihren Niederschlag findet, der je nach Anforderung des Augenblicks ein anderes Gesicht bekommt, beispielsweise das eines braven Ehemannes und liebevollen Papas für den „kleinen Prinzen“. (S.98) Wenn aber der Wunsch nach Autonomie die Oberhand behält, ist er umwerfend und von irrealer Perfektion, gestützt vom Verliebtheitsideal, das sich nicht mit Mittelmäßigkeit abfindet.

Die Singlefrau beschreibt er als zerrissene Frau, zerrissen zwischen radikal verschiedenen Lebensentwürfen, zwischen dem Drang nach Autonomie mit den Möglichkeiten eines geradezu grenzenlosen Daseins und dem Druck der heimlichen Norm, beziehungsweise einer ersehnten Ruhe, die in die Identität als hingebungsvolle Ehefrau und Mutter hineinlockt:, in das heimliche Modell für das Privatleben „Mann, Kind, Haus“ (S.98)


Das Portrait

Der Blick auf sich selbst

Durch die Zwiespältigkeit in ihrem Leben ist die moderne Singlefrau immer wieder Turbulenzen ausgesetzt und bewegt sich mit starkem Blick auf sich selbst ständig zwischen gegensätzlichen Polen hin und her. Diese Selbstreflexivität speist sich aus dem „Übel der fehlenden Grenzen“. (S.103) Wenn dies weniger als Übel empfunden wird, ist die Grenzenlosigkeit ein Quell aufregender Freiheit, sich selbst zu erfinden. Das allgemeine Modell für das Privatleben bietet dagegen zwar beruhigende Grenzen, bedeutet aber Verzicht auf Kreativität in Bezug auf das eigene Leben.

Die Singlefrau beschäftigt sich ständig mit Fragen über sich selbst und zu dieser „komischen“ Existenz. (S.104) Wenn das Modell akzeptiert wird, lautet die oft mit Tränen verbundene Frage: Warum bin ich davon ausgeschlossen? Wenn die Autonomie positiv erlebt wird, dreht sich die Selbstbefragung oft um die Norm und den Druck des gesellschaftlichen Modells.

Der Blick auf sich selbst bedient sich gerne zahlreicher Bücher. Und vor allem das eigene Buch – das Tagebuch – ist für viele Frauen ein wichtiger Verbündeter. Die Wahrsagerin, die nicht selten von Singlefrauen konsultiert wird, ist ebenfalls ein Werkzeug des Blicks auf sich selbst. Ihre Botschaft ist recht zuverlässig der „gesellschaftliche Code“: Liebe, Heirat, Kinder – das bekannte Modell für das Privatleben – was oft eine Hälfte des Selbst beruhigt. Denn fällt die Liebe wirklich von Himmel, wie die Wahrsagerin vermittelt, dann genügt es ja, einfach darauf zu warten. Solange kann man sein Leben ganz nach seinen eigenen Vorstellungen leben. Und daran kann auch die andere Hälfte Gefallen finden. (S.113 ff.)

Drinnen

Das wichtigste Refugium ist für viele Frauen das Bett, ein weiches und mit einem verbündetes Möbelstück, das sich anschmiegt, Schutz gibt, Entspannung und Trost bietet, gemütliche Vormittage im Bett, Freiheit und fötale Regression. Es ist aber auch ein Symbol für das Paar. Das Bett wird am Abend eher ungemütlich, und dem Nachdenken über sich selbst kann man dort auch nicht entkommen.

Auch der verlassene Esszimmertisch kann zum Feind werden, weil das gemeinsame Essen in der Familie ein für die Konstruktion der häuslichen Gemeinschaft sehr wichtiges Ritual ist. Dieses Ritual wird dekonstruiert, indem zu ungewöhnlichen Zeiten, nach Lust und Laune meist herumgeknabbert wird.

Die Regression fördert auch die häusliche Revolte, das Aufbegehren gegen die gesellschaftliche Rolle der Frau, gegen alle Normen und Konventionen. Es ist ihr ein Vergnügen, keinerlei Kollektivzwang zu unterliegen. Gerade das führt ihr die Vorzüge des Single-Daseins immer wieder deutlich vor Augen – Sich-Gehenlassen, alles ist möglich, keiner schaut zu. Das Leben erscheint leicht, weil es so einfach ist, spontan die Richtung zu ändern. Aber die andere Seite zeigt das Leiden an dieser Leichtigkeit. Das Leben erscheint dann leer. Man ist nirgendwo richtig eingebunden. (S.116-128)

Draußen
Dieses Gefühl der Leere drängt die Singlefrau zum Ausgehen, oft ganz plötzlich, um der Zerrissenheit des Selbst im eigenen Heim zu entfliehen. Singlefrauen gehen besonders gern zum Einkaufsbummel, zum Sport, mit Freundinnen ins Café und sehr häufig ins Kino. In der Öffentlichkeit ist sie eine unter vielen. Doch wenn sie sich zu viel im Draußen bewegt, kann das zum Gefühl von „reinem Füllwerk, zu identitärer Flüchtigkeit und Müdigkeit“ führen. (S.131)

Beziehungen hat die Singlefrau zur Familie, manchmal zu einem Liebhaber und vor allem zu Freundinnen. Das Beziehungsnetz ist sehr flexibel, offen, vielfältig und groß. Es ist dadurch ziemlich effektiv, aber „es fehlt ein dichtes, stabiles Zentrum.“ Oft füllen die Freundinnen in einer ersten Phase die Rolle dieses Zentrums aus. (S.133) Mit der Zeit jedoch neigt diese Gruppe dazu, sich aufzulösen oder inhaltlich zu verändern. Die Eltern leben auf einem anderen Planeten, dem „Planeten der Normalen“, der mit dem oftmals eher besorgten „erhobenen Zeigefinger“ auf einen deutet. Einen wirkungsvollen Ausgleich und starken Identifikationspunkt bietet vielen Singlefrauen die Arbeit. (S.135)

Männer und Sex
Was der Singlefrau meist mehr fehlt als Sex, ist der stützende Arm, beziehungsweise die sprichwörtliche Schulter zum Anlehnen oder/und beide starken Arme, in die sie sich hineinschmiegen kann. Das Bedürfnis nach Sex tritt wesentlich unregelmäßiger auf, überlagert manchmal das Bedürfnis nach Nähe und Zärtlichkeit und fügt diesem Bedürfnis eine lebhaftere Dimension hinzu. Es kann aber auch sein, dass sich das Bedürfnis nach Sex in manchen Biografien besonders stark manifestiert, wenn eine Trennung etwa „Auslöser für eine rauschende Entdeckung körperlicher Freiheiten“ ist. (S.143)

Wenn die Singlefrau beschließt auszugehen, begibt sie sich von ihrer Traumwelt in die Wirklichkeit. Gerade in der Einstimmungs- und Vorbereitungsphase erlebt sie oft intensive, aufgeladene, vergnügliche, fast glückliche Momente, bis sie später realisiert, dass der Traummann nicht da ist – wieder nicht. Wenn „dieser Trick“ zu oft angewendet wird, wird die Männersuche zu einer traurigen, aber irgendwie notwendigen Routine.

Das Anspruchsniveau der Singlefrau ist hoch. Und je positiver sie ihre Gegenwart bewertet, umso höher ist es. Der „absolut perfekte Mann“ muss es dann sein oder gar keiner. (S.148) Diese Anspruchshaltung senkt natürlich zu dem bereits besprochenen ökonomisch-strukturellen Ungleichgewicht auf dem „Ehemarkt“ die Zahl „ernstzunehmender Kandidaten.“ (S.149)

Beide Geschlechter haben zudem oft ganz unterschiedliche Erwartungen an den anderen. Der Mann erwartet eher Sexualität und die Übernahme des Haushalts. Die Frau will eher Unterstützung und intime Kommunikation. Überhaupt sind ihre Erwartungen an die Beziehung traditionell höher. Der Gegensatz spitzt sich mit der Zeit noch zu, und nach längerem Warten scheint es gar keine geeigneten Kandidaten mehr zu geben. Es kommt dann vielfach zum Rückzug und zur Schwarzmalerei. Und was man anderen vorweg hat, wird nicht mehr gesehen.

„Tolle Typen“ sind rar und meist verheiratet, stehen aber zeitweilig als Abenteuer zur Verfügung. So findet sich die Singlefrau häufiger in der Rolle der Geliebten oder sogar der Dauergeliebten. (S.154)


Die Flugbahn der Autonomie

Beim Begriff der Flugbahn geht es um die Kraft, die das Individuum in eine Lebensgeschichte hinein lenkt, welche dann ihre Logik abspult. Die Soziologen der Chicagoer Schule wandeln den Begriff häufig in den der ‚Laufbahn‘ um. Sie verstehen die biografische Entwicklung als Kreuzung von inneren Prozessen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen. (KAUFMANN, 2002, S.161)

Sich selbst sein
KAUFMANN möchte das Gesellschaftliche jedoch nicht nur auf die Interaktionen beschränken, sondern zugleich eine historische Dimension miteinbeziehen. Von zentraler Bedeutung ist für ihn der ‚historische Vorwärtsdrang’. Gemeint ist, dass Personen durch ihre Taten den Prozess der Geschichte vorantreiben, und sie zugleich, meist unbewusst, zu Vorreitern von etwas macht. Er geht von einem „ununterdrückbaren Drang, sich selbst zu sein“ aus, (vgl. auch CARL ROGERS, 2000, S.164 ff.) anhand dessen sich der Vorwärtsdrang der Geschichte manifestiert. (KAUFMANN, 2002, ebd.)

Die Veranlagung
Welche Menschen sind es, die als Singles durch die Welt gehen? Und warum? Im Volksmund werden Charakterzüge für ausschlaggebend gehalten: "Der verklemmte Schüchterne“, „der berechnende Egoist“, „die alte Jungfer“ etc. Laut KAUFMANN gibt es für diesen Lebensstil schon eine gewisse Veranlagung, Charakterzüge allein reichen aber niemals aus. Veranlagungen, die das Alleinleben fördern, lassen sich zwei entgegen gesetzten Polen zuordnen: „Man will, aber kann nicht“ – der Schüchterne; oder „man kann, aber will nicht“ – der Selbstbewusste. Ein Zuwenig oder auch ein Zuviel an Selbstbewusstsein kann seiner Ansicht nach also auf unterschiedlichen Wegen mit ins Singledasein führen. (S.174)

Der unbestimmbare Sog
Dieser Sog entspringt einem „unbestimmbaren, gesellschaftlichen Drängen“ und oft dem zutiefst empfundenen Wunsch, sich selbst zu sein, was bei Frauen, so sagt KAUFMANN, viel häufiger der Fall sei, als bei Männern. (S.175) Kreativität ist das förderlichste und zentrale Moment für die Flugbahn der Autonomie. Daher ist es nicht weiter erstaunlich, dass sehr viele Künstler Singles waren und sind. Bei vielen alleinstehenden Frauen besteht jedoch eine erhebliche Diskrepanz zwischen dem Potential, das sie vage in sich spüren und der konkreten Umsetzung.

Über eine kleine Gruppe von freiwilligen Singles hinaus, die es versteht, in vollen Zügen von dem zu profitieren, was ihnen dieses Leben bietet, „wird eine große Zahl von Individuen wider Willen mitgezogen.“ (S.178) Ein zusätzliches Motiv trotzdem weiterhin ein Single-Dasein zu führen, ist Verweigerung. Das eigene Leben wird mit einem Leben in einer Beziehung verglichen, um zum Beispiel den Schwächen des Familienmodells nachzuspüren. Dabei wird nicht die Familie als solche, sondern als eine bestimmte Daseinform, abgelehnt. Ein weiteres Motiv ist Anspruch. Eine Frau, die sich in einem autonomen Leben gut eingerichtet hat, wird tendenziell ganz konkret abwägen, was ihr dieser oder jener Mann, dem sie begegnet, dagegen zu bieten hat.

Warten
KAUFMANNs grobe Typologie unterscheidet ‚galoppierende Pferde’, als freiwillige Singles von ‚Dinosauriern der Liebe’, den Singles wider Willen. Erstere sind aktiv und pflegen ein breites, offenes und wechselndes Beziehungsnetz. Letztere leben oft in einer engen, lokalen, stabilen und geschlossenen Beziehungsstruktur. Sie verzehren sich nach Liebe, die in ihrer Sicht absolut und heilbringend ist und vom Himmel fällt. Ist die Identität geschwächt, drängt sich das Warten in den Vordergrund und betont die negativen Seiten ihrer Existenz. Der Traum von Mann, Kind, Haus wird zur Obsession.

Kontakte und Beziehungen herzustellen erfordert eine besondere Kompetenz. Lebt man allein, muss man um einiges mehr Einsatz zeigen, um in den Genuss eines sozialen Lebens zu kommen. Armut und wenig soziale und kulturelle Ressourcen korrelieren mit einem begrenzten und engen Beziehungsnetz.

Das Leben lediglich aus einer Perspektive des Mangels wahrzunehmen, ist die Folge einer radikalen, passiven Wartehaltung, einer Vorstellung von Zukunft als reinem Schicksal. Wenn der Märchenprinz eines Tages tatsächlich kommen sollte, um einen aus diesem unerträglichen, leblosen Leben zu befreien, dann liegt das daran, dass es „irgendwo geschrieben steht“ (S.194). Diese Philosophie verfängt sich in der Dichotomie: Das Nichts – die Einsamkeit; oder der Prinz – die Befreiung. Doch wenn von letzterem zu viel erwartet und er zu sehr idealisiert wird, wird er unerreichbar, was wiederum dazu führt, dass sich die Leere noch verstärkt.

Der Teufelskreis führt vor Augen, dass das Alleinleben in Verbindung mit speziellen Denkmustern und Gewohnheiten in der Einsamkeitsfalle endet. Verschärft wird diese Problematik zusätzlich, wenn weitere Handlungsräume abhanden kommen: Keine Arbeit, keine Familie, keine Wohnung – der Weg in den negativen Individualismus. Obdachlose und Vagabunden zeigen, dass eigentlich „nur der positive Pol der Autonomie mit Sinn ausgestattet ist.“ (S.198)

Auf der Suche nach Selbstsicherheit
Nach dem Unbehagen des kritischen Blicks auf sich selbst, entsteht der Drang, sich wieder auf positive Weise und als in sich Ganzes zu konstruieren. Die Flucht oder der Ausgehdrang ist die Strategie der ‚galoppierenden Pferde’ und hat „eine direkte therapeutische Funktion“ (S.200), um Selbstzweifel zu beseitigen und das innere Gleichgewicht wiederherzustellen. Diese Art therapeutischer Flucht verlangt Energie, Willenskraft und teilweise auch Zwang. Dabei hat der Tatendrang nicht immer ein bestimmtes Ziel im Auge. Man geht aus, um sich besser zu fühlen oder einfach, weil man ausgehen muss. Die Befriedigung besteht dann möglicherweise allein in der Pflichterfüllung.

Der Tatendrang löst eine Kette von Mechanismen aus, aufgrund derer man draußen den Anschein erweckt, man sei glücklich. Diese Logik bringt Frauen dazu, ihre Identität auf der Grundlage des Blicks der anderen zu konstruieren. Gelingt dies nur als Karikatur kommt es zum negativen „Panzereffekt“: Ein Gefühl der Lüge, von Gespaltensein zwischen einem wahren und einem falsches Selbst verschärft sich. Anders der positive „Panzereffekt“: Ist er erst einmal zur Gewohnheit geworden, fügt er der positiven Identität immer mehr „Fleisch an die Knochen“ (S.205) und transformiert sich zu einem authentischen Teil des Ichs. Die Singlefrau bemüht sich, immer perfekter zu sein. Doch mit zunehmender strahlender Selbstsicherheit wird auch das Eingehen von Beziehungen erschwert. Der Anziehungskraft wirkt die Unerreichbarkeit entgegen. Sie ist zu beeindruckend, zu perfekt und kommt nicht mehr als Partnerin in Frage. KAUFMANN bezeichnet dies als „das Paradox des schönen Scheins.“ (S.206)

Die radikale Vision vom autonomen Leben macht Angst. Daher wird häufig versucht, einen Kompromiss zu finden, um das Ziel zwar weiterhin zu verfolgen, aber die Brücken zur traditionellen Identität in der Gesellschaft zu bewahren. Eine Strategie ist, die Autonomie intensiv, aber nur als vorübergehende Jugendphase zu leben. Eine andere Strategie ist die kontrollierte Gespaltenheit zwischen der Superfrau draußen und der vom Prinzen träumenden Frau drinnen. Ein dritter „Trick“ ist das begrenzte Sich-Einlassen, eine Haltung zwischen radikaler Selbstsicherheit und Rückzug in die Behaglichkeit des Gewohnten. Das ist eine Autonomie, die nichts mehr erwartet und häufig zur Haltung im Alter wird. (S.209)

Trotz aller Strategien ist intuitiv ein virtueller Sozialisationsrahmen weiter präsent und verstärkt ein Gefühl von Defizit. Die starke Norm für das Privatleben hält aber zurück. Doch Gleichberechtigung ist in diesem Modell „nur schwer zu verwirklichen.“ Denn noch ist die aufopfernde Hingabe der Frau die Grundlage der Familie und damit der Gesellschaft. Wenn Aufopferung mit Autonomie ersetzt wird, könnte laut KAUFMANN das Fundament der Gesellschaft einstürzen. (S.210)

Autonomie mit Begleitung – Eine Vision
Die Männerfrage spielt auch bei eindeutig autonomen Frauen eine Rolle. Für sie gilt es, einen Kompromiss zu finden, indem sie versuchen, ihre Autonomie und Selbständigkeit intensiv zu leben, sich gleichzeitig aber ein kleines Stückchen Paar zu bewahren. Dahinter stecken unterschiedliche Arrangements, die aber alle darauf beruhen, sich nur teilweise auf die Beziehung einzulassen, und diese auf bestimmte Räume und Zeiten zu beschränken, jenseits derer das Singledasein beibehalten wird.

Diese „perforierten Paare“ stellen für KAUFMANN die Alternative zwischen dem Modell für das Privatleben und den radikaleren Flugbahnen des Single-Daseins dar. “Wer einen Blick in die Zukunft der Gesellschaft tun will, kommt nicht umhin, sich die Bettgeheimnisse dieses Vagabundierens irgendwo zwischen Liebe und Freundschaft genauer anzusehen. Denn vielleicht entscheidet sich hier ein wichtiges Datum unserer Zukunft, und diejenigen, die diese Autonomie mit Begleitung leben, sind – ohne es zu wissen – Erfinder der Zukunft.“ (S.214)

In dem Bild des Märchenprinzen sieht KAUFMANN nach Anfangsschwierigkeiten auf den zweiten etwas wohlwollenderen Blick eine mögliche Instanz, ein Instrument, das analog zur einstigen höfischen Liebe, durch die Übung der reinen Liebe, zu Heldentaten auf der Flugbahn der Autonomie animiert. (S.224)

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Im nächsten Kapitel werden Sie dann auf die Erfahrungswelt meiner Gesprächspartnerinnen vorbereitet.

Für neue Leser:
Sie lasen soeben einen Teil aus meiner Diplomarbeit.
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steppenhund - 2006/09/14 10:36

Diese Analyse finde ich großartig. Vielleicht hilft das so mancher Singlefrau, sich über bestimmte Kämpfe in ihr klarzuwerden.

Eugene Faust - 2006/09/14 12:29

Mich hat die Studie von KAUFMANN ebenfalls so begeistert,

dass ich ihr in meiner Arbeit relativ viel Raum gegeben habe. Ich bin auch überzeugt davon, dass manche Singlefrau mit dieser Innenansicht eine Form von Klärung finden könnte, vermute allerdings, dass sich einige durch den Untertitel - "Über die Einsamkeit moderner Frauen" - von der Lektüre abhalten lassen. Ich hätte statt 'Einsamkeit' den Begriff "Zerrissenheit" wesentlich besser gefunden.
steppenhund - 2006/09/14 14:06

Ja, Zerrissenheit wäre viel besser. Ich kenne eine Frau, die bei dem Begriff "Einsamkeit" rebellieren würde, sich aber mit Zerrissenheit ganz gut identifizieren könnte.

Ich finde auch den letzten Absatz von "Auf der Suche nach Selbstsicherheit" ausgezeichnet. Ich denke, dass da vielleicht die männliche Emanzipation ansetzen könnte. Der Begriff aufopfern sollte aber nicht mehr im Vordergrund stehen. Es geht doch vielmehr darum, etwas für den anderen als für sich selbst zu tun. Würden die Frauen die "Aufopferung" geschlossen ablehnen, würden die Männer keinesfalls einspringen. es kann nur über etwas "gemeinsames" gehen. Da hat meiner Meinung nach die frauliche Emanzipation versagt. Und die Gefahr des Zusammenbruchs sehe ich durchaus, wenn da nicht andere Mechanismen eingeschaltet werden.
Eugene Faust - 2006/09/14 19:37

Ich antworte mal a bisserl faul

Wie Sie vielleicht an der von Eva Hermann (Das Eva-Prinzip) ausgelösten Welle verfolgen konnten, wird ja gerade heftigst um dieses Thema diskutiert. Ist die Welle der Zustimmung und Empörung eigentlich auch bis nach Österreich geschwappt?
steppenhund - 2006/09/14 20:27

Ich habe das nicht so mitbekommen, gerade am Rande eben. Ich lese mehr als dass ich fernsehe. Und ich habe nur die zwei österreichischen Programme.
Ich kann daher nicht einmal sagen, ob es hier etwas aufgeregt hat. Für mich liegt es so: Familie, klar und notwendig, Rollenverteilung nicht eindeutig festgelegt. Ich könnte mir heute sogar eher feststellen, dass es eine neue Berechtigung für die Ehen mit 20 Jahren Altersunterschied (Mann älter) gibt. Frau bekommt Kinder und verfolgt dann Karriere. Der Mann spielt Hausmann. Ihm entgeht nichts, seine Karriere liegt höhepunktsmäßig schon hinter ihm, jetzt kann er die Tätigkeiten zu Hause besser schätzen und muss sich nicht einmal zwingen dazu.
Warum man auf das noch nicht gekommen ist?
Eugene Faust - 2006/09/14 21:08

Tja!

Da hätte ich auch noch ein ausgefallenes (aber nicht ganz ernst gemeintes) Modell zu bieten. Man fragt sich ja nach der Lektüre evtl. auch, wie denn der häufiger vorkommende (junge) Single-Mann leidet. Ist da eher Einsamkeit, oder / und fühlt er sich auch zerrissen?
Und wie bekommt man die Leidenden zusammen?
Sollte es als Pendant zur modernen Singlefrau nicht vielleicht wieder mehr romantische Jung-Ritter geben, die sich in Sehnsucht nach einer (fast) unerreichbaren, älteren, erfolgreichen, autonomen Frau verzehren und sich unermüdlich werbend läutern und sich bis auf Augenhöhe veredeln? Dann müssten beide nur noch das Kunststück schaffen, wieder auf eine pragmatischere Ebene zu gelangen und eine Balance zu finden, um gemeinsam alt zu werden. Es gäb’ dann ja auch weniger Witwen! (Und wenn sie nicht gestorben sind...)
C. Araxe - 2006/09/14 21:20

Das ist, finde ich, ein sehr schwieriges Unterfangen. Nicht dass es an "Jung-Rittern" mangeln würde, aber das "auf Augenhöhe veredeln". Ich kenne ein paar Frauen, die das schätzen, wenn sie diese zu ihren Zwecken formen können, denn darauf läuft das dann ja doch hinaus. Und dann wird das mit der Augenhöhe doch nicht so leicht.
Eugene Faust - 2006/09/14 21:32

Oh, sorry -

ich hätte die Ironie besser deutlicher gemacht. Insofern, liebe Araxe, möchte ich mich gar nicht ernsthaft mit meinem vorgeschlagenen Modell befassen.

Sie kennen Frauen, die junge Männer zu ihren Zwecken formen? Das klingt nicht gerade menschenfreundlich.

Ich freue mich über die vergrößerte Runde - herzlich willkommen.
steppenhund - 2006/09/14 22:08

ich glaube es gibt ganz wenige Fälle, die dann durch die diversen Talkshows wandern.
Ich hielte es übrigens in Einzelfällen für machbar, allerdings erst ab einer "gewissen Augenhöhe".
-
Ich habe jetzt aber ein ganz anderes Bild vor Augen. Von Frank Herbert gibt es Buch "die weiße Pest". Zu Ende des Buches kommen auf jede Frau zehn Männer. Es ist ziemlich eindeutig, dass sich dann ein völlig anderes gesellschaftliches System herausbilden muss.
Ich mag den Roman sehr, weil er deutlich darstellt, dass es keine hundertprozentige Abwehr gegen Terrorattacken geben kann. Und Herbert hat den Roman lange vor dem September 2001 geschrieben.

@C.Araxe
Leider muss ich mich da realitätsbezogen hundertprozentig anschließen. Oft fällt es ja schon bei gleichem Alter schwer:)
C. Araxe - 2006/09/14 22:14

"zu ihren Zwecken formen" ist zugegebenermaßen etwas drastisch ausgedrückt, trifft aber dennoch den Kern. Geschlechterbezogen in der anderen Konstellation sieht es ja aber auch nicht anders aus, daher würde ich es nicht allzu sehr verurteilen, wenn ja dann doch dieses Arrangement (ältere Männer bevorzugen jüngere Frauen aus eben diesen Gründen)) allgemeinhin akzeptiert wird, aber umgekehrt verweigert wird. Einfach nur des Ausgleichs willlen. Dennoch für mich nicht akzeptabel. Manchmal liegt Ironie doch näher an der "Wirklichkeit" als einem lieb ist.

Danke für den Willkommensgruß - das ist ja einer der Vorteile vom Bloggen, dass man einfach so ins Gespräch kommen kann. Gespräch in einem begrenzten Rahmen, aber dennoch lohnenswert.
C. Araxe - 2006/09/14 22:22

@Steppenhund
Das ist doch aber immer noch seltsam. Für mich zumindest. Es geht ja schließlich um Lebenserfahrung und eigentlich kann ich immer noch nicht verstehen, warum Männer nicht in der gleichen Zeit, das, was man viellleicht allgemeinhin als "Reife" (Verstand würde ich hier bewusst nicht damit gleichsetzen und auch überhaupt nicht als ausschlaggebenden Faktor einsetzen) bezeichnet, gleichermaßen wie (zumindest teilweise) Frauen entwickeln.
steppenhund - 2006/09/14 23:59

@C.Araxe

Das ist jetzt eine Frage, bei der ich stutzig werde. Warum eigentlich wirklich nicht? Um das jetzt nicht ganz simpel auf Erziehungsprägungen abzuschieben, obwohl die sicher mitspielen, möchte ich einmal folgendes unterstellen: Männer sind mehr schwarz-weiß orientiert, während Frauen mehr Grautöne kennen. Und deswegen verhindert sich vielleicht das graduelle Heranwachsen an andere Lebensumstände. Und wer hält schon bis zum Schluss aus, bis endlich das Schwarz in Weiß umschlägt. Bis dahin sind nur Konflikte vorgezeichnet. Ich spreche hier natürlich nur von den Mehrheiten.
Manchmal denke ich, dass die homosexuellen Männer die besseren Partner wären, die bringen schon mehr an Grautönen mit. Aber das hilft uns hier ja auch nicht weiter, da die homosexuellen von den heterosexuellen ja gerade deswegen eher verachtet werden. Ehrlich gesagt, ich weiß keine richtige Antwort. Nur eines gilt sicher heute: es sind nicht die körperlichen Abnützungserscheinungen, die ältere Frauen heute in der Begehrenswertigkeit schmälern. Ich glaube, dass Frauen bis zu 30 Jahren jünger wirken können als noch vor 50 Jahren. Und das sollte doch reichen.
C. Araxe - 2006/09/15 00:33

Ich lehne mich hier jetzt mal ganz weit aus dem Fenster. Also, was (sexuelle) Attraktivität betrifft. Damit habe ich mit über 30 bisher keine Probleme (gut, irgendwann wird sich das auch ändern) gehabt. Ja, ich muss zugeben, dass es auch seinen Reiz hat, sich auf "Männer" einzulassen, bei denen man sich schon eher als pädophil bezichtigt. Aber Begehrtwerden ist für mich noch lange keine Basis, auf der man ernsthaft eine Beziehung aufbauen könnte. Dazu wären sogar sicher viele jüngere Männer bereit. Nur interessiert mich das persönlich nicht. Es geht mir also nicht um die Frage des Begehrtwerdens (die sicher auch noch mal irgendwann eine Rolle spielen wird), sondern es ist doch der Aspekt ausschlaggebend, dass man sich auf Augenhöhe wiederfindet.
steppenhund - 2006/09/15 08:23

In der Beziehung bin ich vielleicht untypisch. Beziehungen zu Frauen, die jünger sind als ich, konnte ich mir lange Zeit nicht vorstellen. Als ich dann aber einmal eine Ausnahme machte, (16 Jahre Unterschied) war es die intellektuelle Potenz, die mir die Ausnahme als gerechtfertigt erscheinen ließ. Es ging dann aus lebensumständebedingten Gründen auseinander, doch wir sind heute noch gut befreundet.
Jetzt, wo endlich auch die 45-jährigen Frauen erheblich jünger sind als ich, wären jüngere Frauen möglich, doch ich habe mich wieder mit meiner Frau zusammengefunden - und die ist 5 Jahre älter als ich:)
Eugene Faust - 2006/09/15 13:43

Wie gehe ich jetzt - quasi als Gastgeberin - mit Ihren Kommentaren und möglichen Erwartungen an mich um? Da fühle ich mich, ehrlich gesagt, nicht gerade sehr souverän wie z.B. einige der altehrwürdigen Blogger.

Ich plaudere mal etwas aus meinem Nähkästchen:
In meinem Leben hatte ich schon einige Beziehungen. Davon waren 5 sehr relevant (z.T. mit Trauschein).

Einige Beziehungen hatten den klassischen Altersabstand von 2-5 Jahren, die waren jetzt (wahrscheinlich rein zufällig) weniger relevant.

Eine Beziehung hatte ich zu einem 17 Jahre älteren Mann. Die war wahrscheinlich vor allem deshalb so schwierig, weil ich mit 18 auch einfach noch viel zu jung und zu dumm war.

Mein erster Ehemann war gleichaltrig und die Ehe hat 10 Jahre gehalten.

Danach war ich mit einem 8 Jahre jüngeren Mann zusammen – eine ganz große Liebe mit sehr schmerzvollem Ende. Meine Nachfolgerin war 15 Jahre älter als er. Und heute ist er mit einer 12 Jahre jüngeren Frau verheiratet.

Mein zweiter Ehemann war 7 Jahre jünger als ich. Vor mir war er mit einer 18 Jahre älteren Frau liiert. Seit einem halben Jahr nun ist er mit einer 16 Jahre jüngeren Frau zusammen. (wir waren 6 Jahre verheiratet)

Mein aktueller Mann ist 4 Jahre jünger als ich.

Ja, wo die Liebe eben hinfällt...
C. Araxe - 2006/09/15 19:02

Ach, um Erwartungen (falls da welche vorhanden sein sollten - bei mir jedenfalls nicht) von Kommentatoren brauchen Sie sich nun wirklich nicht kümmern. Es ist ja schließlich Ihr Blog.

Kommt ja auch immer noch darauf an, bei welchem Alter ein größerer Altersunterschied auftaucht. Wie Sie schon schrieben, kann man z. B. bei einem Alter von 18 Jahren in den seltesten Fällen davon ausgehen, dass da das Verhältnis stimmt, wenn der andere Partner wesentlich älter ist. Ausnahmen gibt es zwar, aber das werden wohl immer Ausnahmen bleiben. Wenn beide aber schon eine gewisse Lebenserfahrung haben, dann kann ich mir das schon eher vorstellen.
Mukono - 2007/06/04 15:30

Es ist, wie es ist

Beim Lesen dieses Abschnittes kommt man unbewusst in die Neigung seine eigenen Erfahrungen, die ja immer beschränkt sind, einzubringen und auf die Masse (hier die Singlefrauen) Lösungsmöglichkeiten zu einem angeblichen Dilemma unserer Zeit anzubieten. Der Abschnitt verführt also zu einer unwissenschaftlichen Herangehensweise bei der Lektüre. Man möchte sich immer melden, mit den Fingern schnippen, aufstehen und rufen, „Mensch, so müsst ihr es machen, um glücklich zu werden“, statt einfach zu sagen, okay, ich betrachte jetzt diesen Ameisenhaufen und schau mal, was die so treiben. Ich habe in der Absicht, mich wohlweislich zurückzuhalten, den Abschnitt noch einmal gelesen. Einfach akzeptieren so, wie es ist – und komme zu einem überraschenden Eindruck der Toleranz. Ich glaube, wenn es zum Abheben gekommen ist und der Singlemensch endlich glücklich fliegt, unterscheiden sich männliche und weibliche Singles gar nicht mehr so sehr voneinander. Das alte programmierte Modell hat zu viele Schattenseiten, der Single erkennt das schnell, wenn er das Leben befreundeter Paare betrachtet.
Die Lektüre Ihrer Arbeit ist übrigens literarisch sehr anregend.
In meiner jetzigen Lebenssituation, die ja eine totale Ausnahmesituation ist, habe ich dazu den großen Vorteil, laufend Gespräche mit ganz unterschiedlichen Menschen (Altenpfleger(innen), Psychotherapeutinnen, Ärzte, Putzfrau) zu führen, mit denen ich nicht befreundet bin, aber freundlichen Umgang pflege. Ich höre Lebensgeschichten, aber auch Lebensmodelle, die mir auch eine erweiterte Sicht bescheren.
So zum Beispiel die Geschichte der A., meiner Putzfrau. Sie ist sehr klein, sehr dick und sexuell überhaupt nicht attraktiv. Sie hat einen wachen klugen Blick und ist achtundzwanzig Jahre alt. Wie sie lebt, wollte ich wissen. Sie war verheiratet, aber hat sich scheiden lassen, mit diesem Mann war das Leben eine Hölle. Jetzt lebe sie mit zwei Katzen und mehreren Mäusen zusammen. Also, ein Single, wollte ich wissen. Nein, sie lebe mit einer Freundin in einer Wohnung. Im September wollen sie heiraten! Also sind Sie lesbisch, forschte ich weiter. Nein, das kann man so nicht sagen, ich war ja schließlich auch mit einem Mann zusammen. Die Person, die ich liebe, ist sozusagen zufälligerweise weiblich. Die Sexualität steht nicht im Mittelpunkt...
Eine kluge junge Frau, die sehr zufrieden mit sich und der Welt wirkt.
Allgemein kann man ja auch sagen: Ein „glückliches Leben“ gibt es gar nicht, dass ist aus den Märchen und aus dem Kino und so. Anzustreben wäre ein „zufriedenes Leben“. Das erreicht man, in dem man sich selbst erkennt, eine Aufgabe stellt und versucht diese zu lösen, in welcher Lebensform auch immer...
Die Putzfrau erzählte mir übrigens, sie hätte fast so viele Bücher wie ich, und ihre Augen glänzten, grins, der Beginn einer wunderbaren Freundschaft?

lieben Gruß

Mukono

Eugene Faust - 2007/06/05 00:26

Heute ist es bei mir sehr spät geworden

Daher muss ich Sie mit meiner Antwort vertrösten.

Gute Nacht
Eugene Faust - 2007/06/05 12:11

Das ist interessant, Mukono.

Mir ging es beim Lesen des Buches ganz ähnlich. Beim zweiten Mal konnte ich mich wohlwollend zurücklehnen, weil ich mich von Kaufmann anstecken ließ, mit einem gewissen Respekt vor anderen Lebensentwürfen, einfach nur zu beobachten. Ameisenhaufen ist in diesem Zusammenhang eine Formulierung, die ein "alter Mann" natürlich wählen darf. Bei Ihnen klingt das sogar liebevoll. ;-) Bei mir klänge das vielleicht etwas überheblich, zudem hatte ich auch zwei ganz relevante Singlephasen in meinem Leben, wenn auch relativ kurze. Ich habe die Weisheit nicht mit Löffeln gefressen, aber wenn mir etwas hilfreich war, dann ist es wahrscheinlich meine Neigung, das kleine Glück zu erkennen und vielleicht der Umstand, dass ich nicht an Schicksal glaube.

Vielen Dank für Ihren geschätzten Kommentar. Da kann man sich gut dran gewöhnen.

Morgen bin ich übrigens kurzfristig in Berlin, allerdings in einer sehr belastenden Angelegenheit. Daher bin ich gerade auch nicht mehr so "gesprächig" wie sonst.
Mukono - 2007/06/05 12:50

danke

ich wünsche Ihnen die nötige Kraft.

lieben Gruß

Mukono
Eugene Faust - 2007/06/05 16:13

Vielen Dank Mukono!

Ja Kraft, die kann ich gut gebrauchen.

LG
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Eugenie Faust

Empfang

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4rx (Gast) - 2017/04/10 15:13
ja.
ja.
dus - 2015/12/09 10:19
Einfach nur mal so....
Schön, dass es diesen Blog immer noch gibt.
Lo - 2015/12/04 09:15

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