19
Sep
2006

Meine vierte Gesprächspartnerin Cora

Heute stelle ich Ihnen kurz meine Gesprächspartnerin Cora vor, die ich so gefunden habe. Im Anschluss veröffentliche ich das Gespräch mit ihr in verdichteter Form.

Das vierte Gespräch führte ich mit Cora, einer warmen, natürlichen und in sich ruhenden Frau Anfang vierzig. Sie ist seit fast zehn Jahren geschieden und lebt mit ihren beiden jugendlichen Kindern in einem kleinen Ort an der Elbe bei ihrem neuen Freund, den sie in einem Swingerclub kennen lernte. Kurz nach ihrer Scheidung besuchte sie zum ersten Mal einen Swingerclub. Zurzeit geht sie ungefähr 1-2 Mal pro Woche mit oder ohne ihren Partner in verschiedene Clubs in und um Hamburg. Sehr häufig besucht sie einen kleinen, familiären Club, in dem sie auch – zusammen mit einer neuen Freundin (Iris) – intuitive Massagen anbietet. Ihren Lebensunterhalt verdient sie als freiberufliche Bilanzbuchhalterin und mit der Gestaltung von Webseiten. In ihrer Freizeit pflegt sie fleißig Kontakte übers Internet und widmet sich ihrem zweiten beruflichen Standbein als ganzheitliche intuitive Beraterin in allen Lebenslagen. Cora ist Reiki-Meisterin und bietet auch Workshops an. Da sie sich gern über ihr Swingersein und ihre Weltanschauung austauscht, war sie zu einem offenen Gespräch mit mir bereit.


Das verdichtete Gespräch mit Cora

Die Vorgeschichte

Das Internet


Ich war gerade geschieden ... und habe mich überwunden, dass ich ins Internet gehe. Das war damals ja wirklich noch ein hammerhartes Ding. Internet war noch ganz neu, und Frauen im Internet waren sowieso was ganz Seltenes. Ich habe da ganz schnell sehr viele Kontakte geschlossen. ...

„Grenzen erweitern“

Cora lernt über ein Kontaktforum im Internet einen Mann kennen und trifft sich mit ihm.

Und irgendwann sagte er dann: „Sag’ mal, was hältst du von Gruppensex?“ Wir haben zu der Zeit so ein Spiel „Grenzen erweitern“ gespielt. Ich sagte: „Bei deinem Zeitproblem wirst du wohl kaum mehr als zwei Leute unter einen Hut kriegen.“ Die Antwort war eine Mail mit einer Telefonnummer, wo ich mal anrufen sollte. Das war ein Swingerclub in Hamburg, da lief ein Band, dass sich da tolerante Paare treffen, was das kostet und wann die geöffnet haben. Und da sagte ich: „Okay, da gehe ich mal mit.“


Der erste Besuch


„Das war so klasse“


Dann sind wir da zusammen hingegangen. ... Der Club war furchtbar, da bin ich auch nie wieder hingefahren. Aber was ich da erlebt habe den ersten Abend, das war so klasse, dass ich sagte: „Okay, jetzt suche ich aber einen Club aus, wo ich mich wohl fühle!“ ...

„Ich habe einfach die Augen zugemacht“


Wir sind da also angekommen, ich war ganz aufgeregt, ich wusste ja nicht, was auf mich zukommt. Wir hatten nicht weiter drüber gesprochen. Nur, dass es um Gruppensex geht. Ich wusste überhaupt nichts sonst. Wir sind als erstes in die Sauna gegangen, und dann kam ein dritter Mann dazu. Das war ein Türke, ein Ausländer. Ich habe einfach die Augen zugemacht und habe abgewartet, was passiert. ...

„Das fühlt sich ja gut an!“


Mein Freund fing dann an, mich zu streicheln, und der Türke machte mit. Und ich dachte: Das fühlt sich ja gut an, von vier Händen gestreichelt zu werden. Dann war es irgendwann einfach zu heiß in der Sauna. Dann sind wir in ein Zimmer gegangen, wo wir auch zu dritt geblieben sind. Da ist kein anderer mehr zugekommen.

„Davon will ich mehr“

Und dann haben wir wirklich alles gemacht. Alles, was uns so einfiel. Das war sehr erotisch. Ich fühlte mich von diesen beiden Männern sehr begehrt, sehr umworben. Die kamen nicht in Konkurrenz, die haben auch miteinander. Aber es ging nur um mich. Ich stand im Mittelpunkt – das fand ich so toll! Das war für mich eine Erfahrung, überhaupt so Zärtlichkeit zu erfahren. Das fand ich ganz klasse. Das war eben nicht reiner Sex, auch Streicheln, in Arm genommen werden, wahrgenommen werden. Die ganze Aufmerksamkeit, die ich da bekommen habe – das kann ich gut ab! Davon will ich mehr.

„Als ich mich sicher fühlte, bin ich auch mal allein hin“

Mit dem Freund, mit dem ich hinging, bin ich später auch öfters in andere Clubs gegangen. Und irgendwann, als ich mich sicher fühlte, bin ich auch mal allein hin, wenn er keine Zeit hatte. Den Dritten, der [beim ersten Mal] dabei war, habe ich nie wieder gesehen. Das war für mich auch okay.


Sich einlassen

„Es kommt gar nicht auf mein Gegenüber an“

Ich war da schon so weit, dass ich gesagt habe, es kommt gar nicht auf mein Gegenüber an. Es kommt auf das Miteinander im Jetzt drauf an. Was morgen oder übermorgen ist oder was gestern war, spielt in dem Moment keine Rolle, wenn ich mich ganz einlasse auf das Jetzt. Und ich kann mich auf jeden einlassen – mit Abstrichen. Es gibt auch Männer, da mache ich drei Schritte rückwärts, weil sie mich einfach nicht anziehen oder mich abstoßen.

„Mal herausfinden, was da ist“


Ist eine Gefühlssache. Du begegnest jemand, entweder du hast ein neutrales Gefühl oder das Gefühl, den möchtest du gern mal knuddeln, oder ... da ist etwas zwischen, was nicht mit mir zusammenpasst, oder womit ich mich nicht beschäftigen möchte. Manchmal gehe ich darüber hinweg und sage: „Okay, mal herausfinden, was da ist.“ Aber ich habe es noch nie gehabt, dass es dann hinterher besser wurde. Also höre ich einfach drauf. ... Wie hoch ich meinen eigenen Selbstwert gerade gehängt habe, spielt eine ganz große Rolle, und zum anderen, wie der andere auftritt. Sitzt der allein da, ist es natürlich viel einfacher, hinzugehen und irgendwas anzufangen. ... Bei Pärchen mache ich oft den Weg über die Frau, um herauszufinden, wie offen die beiden sind.


Eifersucht


„Es gibt nichts Schlimmeres als Eifersuchtsszenen“...

...Und dann frage ich vorher ab, wie da die Verabredung zwischen den beiden ist. Das kann ich am besten über die Frau, denn sie hat dann nicht das Gefühl, zurückgesetzt zu sein. Da gucke ich schon mal drauf. ... Man soll nicht denken, dass Leute, die in den Swingerclub gehen, Eifersucht nicht mehr kennen. Das ist nicht so. (lacht) Für mich ist das kein Thema, für meinen Freund auch nicht.

„Bei uns darf jeder machen, was er will“...

...muss aber auch für sich selber sorgen. Ich bin nicht dafür da, für ihn Kontakte zu knüpfen. Wir machen was zusammen oder auch nicht, ... nicht aus einer Verpflichtung heraus. ... Jeder hat sein Leben, seine Vorlieben, Dinge, die er gern macht. ... Ich möchte machen, was sich für mich richtig anfühlt. ... Es ist aber keine unverbindliche Wohngemeinschaft. ... Natürlich liebe ich ihn, aber ich kann doch auch andere lieben. Ich habe kein Besitzrecht an dem anderen, und er nicht an mir. ... Wir haben die Absprache, dass keine Absprachen [im Club] nötig sind. Es fließt oder fließt nicht. So, wie es kommt, ist es gut. ...

„Es belebt die Partnerschaft auf jeden Fall“

Ich sage ihm, wo ich hingehe. Ich erzähle meistens auch, wen ich getroffen habe oder was besonders war, worüber wir gelacht haben. ... Wenn ich so erzählt habe, ist es zu Hause auch schon mal weitergegangen. ... Wenn er andere Dinge zu tun hat, interessiert ihn das nicht so. ... Kommt auf die Situation an. Aber es belebt eine Partnerschaft auf jeden Fall. ... Wenn ich in einen Club gehe und sehe, dass sich – auch wenn da noch andere Frauen sind – Männer für mich interessieren, hebt das meinen Selbstwert. ... Und wenn ich dann nach Hause komme, habe ich ein ganz anderes Auftreten, als wenn ich immer nur zu Hause bin, immer nur mit dem einen Mann. ... So ist da eine Balance drin! ... Ich hatte [nach der Ehe] noch zwei drei monogame Beziehungen. Aber das war nicht mein Ding. ... Ich habe keine Lust mehr, mich zu verstecken, mich und meine Bedürfnisse. Wenn da jemand ist, auf den ich Lust habe, dann würde ich dem auch meine Beziehung erklären, aber dass ich jetzt eben Lust habe. Das habe ich auch schon gemacht. ...


Allein in den Club gehen


Die Vorbereitung


Ich ziehe an, was mir gerade in den Kopf kommt. Haare waschen, duschen, rasieren. ... Ich bin aber nie geschminkt! Das ist nicht mein Ding – oder, dass ich ein besonderes Dessous anziehe –. Ich achte drauf, dass man meinen Bauch nicht so sieht, weil ich ja Übergewicht habe. Aber nachher ist mir das auch egal. Wenn ich ausgezogen bin, bin ich ausgezogen. Es hat sich noch keiner beschwert! ...

Das Einstimmen


Wenn ich Lust auf Swingerclub habe, kommt ein Bild von einem bestimmten Club. Das erste [Bild] ist dann eigentlich das, wo ich mich auch wohl fühle. ... Wenn ich hinfahre, stelle ich mir schon mal vor, was ich heute gern möchte. An manchen Tagen möchte ich einfach nur Streicheleinheiten haben, wahrgenommen werden, möchte mich unterhalten. Im Prinzip ist es, wie andere Leute in die Kneipe gehen, so gehe ich in den Swingerclub. Ich möchte mich auch austauschen und unterhalten, nicht immer nur über Spirituelles. Dafür habe ich andere. ... Manchmal möchte ich, dass sich mal jemand ausschließlich um mich kümmert oder vielleicht auch zwei oder drei. Das stelle ich mir vor. ... Und ganz oft ist es auch so, dass es sich dann so ergibt. ... Wenn ich mich viel beschäftigt habe und so viel Lust habe, dass ich unbedingt mal wieder los muss, dann geht es mir nicht um Zärtlichkeit, dann will ich einfach nur Sex, reinen Sex. Das kriege ich dann auch. Es liegt wohl daran, was ich ausstrahle. ... Es findet sich immer der Passende dazu! Oder DIE Passenden! ...

Der Auftritt


Man bringt ja eine bestimmte Energie mit ... wenn man reinkommt und alle gucken. Die ersten Sekunden sind der Auftritt: ... Reinkommen und angeguckt werden. ... Wenn ich mich sicher und gut fühle, dann mag ich es auch, angeguckt zu werden. Wenn ich mich den Tag aber geärgert habe oder unzufrieden bin, mich nicht leiden kann, die Haare nicht sitzen, gehe ich gern HINTER jemandem rein. ...


Grenzen und Kontrolle


„Ich kann sagen, was ich will oder nicht“...


...Wenn ich nur mit dem EINEN zusammen sein will, können die anderen später oder gar nicht. Für mich war das eine Übung, zu sagen, was ich will. Auch mal NEIN zu sagen! Nicht so ausgerichtet zu sein auf die Bedürfnisse der anderen, sondern erst mal gucken, was will ich. ... Am Anfang war das nicht so. Da bin ich passiver gewesen, habe das einfach mit mir machen lassen. Bis ich festgestellt habe, es gibt Dinge, die gefallen mir nicht so, und Dinge, die ICH besser managen kann. Wenn da drei Männer mit mir in einem Raum auf einem Bett sind, dann kann der eine nicht zu den anderen sagen: „Verschwindet!“ Das geht einfach nicht. Das kann nur ich! ...

„Ein Swingerclub ist ... ein ganz sicherer Raum“...


...um Sexualität auszuleben. Man hat keine Schwierigkeiten mit irgendwelchen Beziehungen, es sei denn, man will da drauf eingehen. Man kann sagen, das will ich oder das nicht, und das muss akzeptiert werden. Wenn es jemand nicht akzeptiert und aufdringlich wird, dann ... fliegt der raus! ... Wobei das umgekehrt genauso ist. ... Dann muss ich das als Frau genauso akzeptieren. Nur kommt das seltener vor! ... Obwohl ich in der letzten Zeit mehr Besuche hatte, wo es mehr Frauen gab als Männer. Letztens waren wir vier Frauen und ein Herr. ...


Frauen


„Einfach nur eine Variante“

Bei manchen Frauen habe ich Lust, bei manchen ist es schön, wenn sie dabei sind oder nicht dabei sind. ... Es ist einfach nur eine Variante, eine Spielart, die auch Spaß macht. Dann gibt es Frauen, da mache ich drei Schritte rückwärts.

Eine unangenehme Begegnung

Cora erzählt, dass sie in der letzten Zeit einen Club, in dem sie sogar Vereinsmitglied ist, meidet, obwohl sie sich sonst dort immer sehr wohl fühlt.

Da ist eine Frau, die eigentlich immer da ist. Und ich weiß nicht, was ich ihr getan habe, sie redet nicht mehr mit mir. Das empfinde ich persönlich als SO unangenehm, dass ich da erst einmal nicht mehr hingehe, bis sich das wieder beruhigt. ... Wir haben uns anfangs viel unterhalten und auch viel zusammen gemacht, gelacht, auch mal mit Männern zusammen losgegangen, und irgendwann war Schluss. Bin dann hingegangen und hab’ gefragt, was ich ihr eigentlich getan habe. Sie hat sich aber nur umgedreht. Damit kann ich nichts anfangen! ...

Empfindliches Gleichgewicht


Letztens waren wir zu dritt [im Club], zwei Frauen, ein Mann. Eigentlich war ICH mit ihm nach oben gegangen, dann kam noch die Zweite dazu, was für mich in Ordnung ist. Aber die war so dominant, dass ich plötzlich außen vor war. Irgendwann bin ich gegangen. In dem Moment wäre es an dem Mann gewesen, da ein Gleichgewicht herzustellen. Und weil er das nicht gemacht hat, war das nicht mein Ding dann. ... Ich habe ganz klar gespürt, dass diese Frau einen unheimlichen Mangel an Zuwendung hat. Ich wollte ihr das aber nicht erfüllen. Ich hätte ja auch sagen können: „Wir kümmern uns erst einmal zu zweit um sie!“ Doch das wollte ich nicht. ... Ich wollte auch irgendwann nicht mehr zugucken. Bin dann ... auch nach Hause gefahren. Das war nichts für mich. ... Ich konnte mich an dem Tag sowieso nicht entscheiden, was ich wollte. ... Das brauchte die Andere eben, um anzukommen. Und die hatte wirklich ein enormes Bedürfnis! ... Hatte seinen Sinn, aber war unbefriedigend.


Cluberfahrungen


Anbaggern mit Etikette


Letztens kam eine Frau auf mich zu, die war mit ihrem Freund da, ziemlich jung noch, und sagt: „Ich soll dich fragen, ob du mit uns was anfängst.“ Ich war so perplex, sagte: „NEIN!“ Es gibt so eine Etikette beim Anmachen, finde ich. Normal ist es nicht, dass man zu jemand anderem hingeht und sagt: „Gehst du mit mir ins Bett?“ Man unterhält sich, man flachst herum, hat viel Spaß, und dann ergibt sich was oder nicht. Man kommt sich näher oder nicht, wie in einer Kneipe. Da lernt man sich ja auch erst einmal übers Gespräch kennen. ...

Wenn sich keiner traut


Wenn ich meine, die haben alle Lust, aber trauen sich nicht – kommt auch vor – dann sage ich ganz laut: „Ich gehe jetzt in die Sauna!“ Dann kannst du sicher sein, dass sich der eine oder andere findet, der auch mitkommt. Dann finden plötzlich Gespräche statt, die man oben [am Tresen] nicht hatte. ... Oder aber ich sage zu einem: „Komm, wir wollen mal sehen, was oben los ist!“ Aber ich gehe nicht direkt hin und sage: „Ich gehe jetzt mit dir nach oben!“ ...

Mehr als EIN Mann


Es gibt Männer, die überhaupt kein Problem damit haben, wenn andere Männer dabei sind, ... dass der eine mich vögelt, den anderen darf ich dann blasen oder den Schwanz in die Hand nehmen oder sonst was. ... Es gibt aber auch Männer, die sind so empfindlich, bei denen passiert überhaupt nichts mehr, wenn drei Männer dabei zugucken. Das kriege ich aber ganz schnell mit. Dann kann ich die Situation steuern. ...

Sehen und gesehen werden

Ich habe grundsätzlich mit Zugucken kein Problem, wenn die Männer damit kein Problem haben – ein wichtiger Punkt! ... Die haben dann wirklich manchmal so eine Blockade im Kopf, dass sie sich nicht lösen. Ich bin – egal, ob jemand zuguckt oder nicht – bei denen, mit denen ich da etwas tue. Oder ich bin ganz und gar bei mir. Aber ich bin nicht bei den Zuschauern, gedanklich und im Fühlen. Wenn jetzt aber der, mit dem ich zusammen bin, immer guckt, was die Anderen da machen, ... das bringt keinen Spaß, da kommt keine Stimmung auf. ... Größtenteils blende ich sie [die Zuschauer] aus. Es sei denn, es ist jemand, den ich schon kenne, und wo ich weiß, der steht zum Beispiel unheimlich auf Brüste. Das beziehe ich schon mit ein. ... Dann gucke ich ihn schon mal an und heize ihn an. Aber meistens ist der nicht lange außen vor, die kommen dann dazu. Das kommt vor, aber größtenteils blende ich sie wirklich aus. ... Er [der Freund] hat auch Schwierigkeiten im Club, wenn zu viele zugucken, wenn er sich nicht sicher genug fühlt. Dann verschieben wir das eben auf zu Hause.

Mit geschlossenen Augen


Am Anfang hatte ich die Augen zu, um mich wahrzunehmen. Heute mache ich die Augen zu, weil es intensiver wird. Dann nimmst du intensiver über die Haut wahr. Das ist aber kein Ausgrenzen. Ich nehme denjenigen oder diejenige sehr wohl wahr, sehr intensiv. ... Ich weiß genau, wie der aussieht. Wenn ich aktiver bin, habe ich auch die Augen auf.

Spiegel


Ich habe ... ein inneres Bild von mir, das ganz anders ist als ich aussehe. Ich gucke gar nicht in die Spiegel, höchstens, um die anderen zu sehen. Mich gucke ich nicht an. So hoch ist mein Selbstwert auch nicht! ... Ich habe ja ganz viel die Augen zu und genieße, ... und bin ganz bei mir. ... Aber in die Spiegel gucke ich nur, wenn ich anschließend da lieg, noch kuschel’, und neben mir ist noch ein Pärchen, wo man zuguckt.

Safer Sex...

...ist normalerweise selbstverständlich. Es kommt vor, aber ganz selten, dass die Männer es ohne versuchen. Aber das sind welche, die nicht zu den Swingern gehören, sondern das mit einem Puff verwechselt haben. Es kommen auch Männer, die denken, sie haben mit dem Eintritt da die Frauen mitgekauft. Die landen nirgendwo. Die sind dann meist ganz böse und kommen nicht wieder. ...

Masturbierende Männer


In manchen [Clubs] ist das gang und gäbe, ganz normal. ... Einmal da waren so viele Männer da – die Frauen hätten die auch bei viel Mühe gar nicht alle geschafft. ... Es hat mich nicht abgestoßen, macht mich auch nicht an, ist aber wohl ein großes Kompliment, dass die das so anregend finden. ... Gut ist [in solchen Clubs], mit einem hinzugehen, den man schon kennt. ... Ich empfand als angenehm anfangs, dass mein Freund immer geguckt hat, was passiert, ... ob es mir gut geht. ... [In anderen Clubs] da kommt es eher selten vor. Da wird immer auf das Verhältnis geachtet. ... Ich sage aber auch mal zu jemand: „So, nun machst du es dir mal selber!“ Aber das ist dann mehr einbezogen. ...

Bedürfnisse


Wenn ich hingehe und habe das Bedürfnis nach Nähe und Zuwendung und Zärtlichkeit, dann finde ich mich mit solchen zusammen, die mir genau das geben. Es gibt aber auch Tage, an denen ich nicht so die Lust auf Sex habe. ... Dann kann ich selbst zwar aktiv sein, aber für mich gar nichts fordern. ... Das kommt vor, aber auch, dass ich wirklich nur vögeln, nur poppen will. Dann sage ich: „Du und du und du, nacheinander!“ ...

„Orgasmus ist so eine Sache“...


...Manchmal will ich das, manchmal aber nicht. ... Ich bin sehr empathisch, kann auch einen Orgasmus übernehmen, wenn ich zuschaue oder wir mit mehreren sind, auch allein mit jemand. ... Manchmal reicht es auch, wenn ich einen geteilten Orgasmus erlebe; ist manchmal sogar schöner, als wenn ich selber einen habe. ... Die besten Begegnungen sind die, wo die Männer sich auf dieses Gefühl wirklich einlassen können, ... aber auch gleichzeitig mich wahrnehmen, wo ich stehe. Das ist wirklich die Krönung! ... Wenn man zusammen auch ankommt, ist das das Beste. Ist aber immer abhängig von den Umständen, der Tagesform, von mir selbst, von meinem Gegenüber.

„Wenn man erst mal angefangen hat“...


...und dabei ist, und weiß, wie sicher man sich fühlt, geht man auch nicht unbedingt nur in EINEN Club. Jeder Club hat eine besondere Atmosphäre. Jeder hat besondere Menschen, die da hinkommen. Man trifft nicht immer in allen Clubs die gleichen Leute – kommt aber vor. Manche wechseln und gehen sehr oft. Wir sind damals 3-4 Mal im Jahr losgegangen. Momentan gehe ich zweimal die Woche. Das hängt davon ab, wie man sich fühlt, was man sonst noch um die Ohren hat, welche Leute man da trifft. ... Im „WPH“ [Club] gibt es einen Abend für Leute über vierzig, wo es einfach lustig ist. Das ist, als geht man dahin und hat eine Party mit Tanzen, Spaß haben, Lachen. ... Da ist ein fester Kern. ... Das gefällt mir so gut, und meinem Freund auch.


Sex und Liebe


„Für mich ist es auch ein Gefühl, ein Ausdruck von Liebe!“


Viele gehen in den Swingerclub und sagen, sie trennen Sex von Liebe. Ich gehe in den Club und für mich ist es auch ein Gefühl, ein Ausdruck von Liebe! Das begrenzt sich auf den Zeitraum, aber nicht auf die Intensität. Das ist ohne Erwartung, aber mit dem Gefühl, dass ich jemand angucke und sage: „Schön!“ So ein inneres Umarmen! ... Das habe ich meinem Freund gegenüber, als auch dem gegenüber, dem ich im Club begegne. Das entwickelt sich einfach. Ich kann aber auch im Park sitzen und Kinder beobachten, und habe dieses Gefühl genauso. So ein weites Gefühl. ... Das unterscheidet sich nicht. Ich würde es sogar traurig finden, ... dann wäre es nämlich Alltag, abgestumpft.

„Jemand angucken, wahrnehmen, akzeptieren, die Schönheit sehen“...

...Dieses Gefühl habe ich im Club auch – nicht zu jedem. Aber wenn ich mit jemand Sex habe, entwickelt sich dieses Gefühl immer automatisch. Ich bin da nicht unbeteiligt. Ich möchte mich dann teilen, wenn ich das fühle, nicht sagen, es geht nicht, weil ich einen Freund habe. Ich kann auch wieder loslassen. Auch wenn ich den nicht wieder sehe, war der Sex wirklich Genuss pur – mehr im Jetzt als in der Zukunft oder Vergangenheit! Es gibt Männer, da freue ich mich tierisch, wenn ich die dann wieder sehe, und welche, mit denen man mal die Handynummern austauscht, dass man sich mal außerhalb trifft. ... Zu alleinstehenden Männern fahre ich auch hin. ...

„Manchmal beginnt etwas auf sexueller Ebene und endet ganz woanders“...


...Ich glaube, es geht nicht um mich, sondern um den, der eine Begegnung will. ... Ich habe einen getroffen im Club. ... Wir haben gesessen, geredet die ganze Zeit. ... Wir haben uns in die Augen geschaut, und da war ein Austausch über die Augen da. Ich weiß nicht, was wirklich stattgefunden hat. Und danach habe ich ihn nie wieder gesehen. Das ging da um etwas Anderes. Nicht um Liebe, nicht um Sex, um etwas Anderes! ... Es gibt ein Stück Erweiterung.


Mitwisser


„Wenn sie nachfragen, was für ein Club das ist, erzähle ich das“

Ich gehe nicht los und erzähle Mama und Papa: „Ich gehe in einen Swingerclub.“ Aber wenn sie nachfragen, was für ein Club das ist, erzähle ich das. Die fragen aber nicht nach. Meine Schwester kriegt ein Hörnchen, wenn sie nur meine Internetseite sieht. ... Meine andere Schwester sagt: „Ich müsste eigentlich mal mitkommen!“ ... Ich verstecke mich damit nicht, habe ich nicht nötig. Ich stehe dazu, dass ich das mache, aber muss das auch nicht an die große Glocke hängen.

„Meine Kinder wissen das, die wissen auch, was da passiert“...


...Denen habe ich das erzählt, weil sie das nicht von einer anderen Schiene zu hören bekommen sollen, wo es ganz anders dargestellt wird. Das ist das Wichtigste. Wenn es sich also ergibt, sage ich das, und wenn nicht, dann nicht. Das ist gewachsen. ... Irgendwann sagten wir: „Wir fahren in einen Club.“ ... So fing das an. Und irgendwann habe ich dann immer weiter erzählt, immer detaillierter, keine pornografischen Geschichten, aber so, dass klar wird, was da stattfindet, dass sie das Gefühl haben, dass es mir ganz wichtig ist, und dass es wichtig ist, dass man tut, was man selbst für richtig hält, und dass ich auch keine Geheimnisse vor ihnen habe, dass sie nicht ausgeschlossen sind, und – dass Sex wirklich was Positives ist! ...


Ehe


„Kein Interesse an Sex“


Ich war vorher 9 Jahre verheiratet, war treu, wäre niemals auf die Idee gekommen, etwas außerhalb der Ehe zu tun. Ich war eigentlich froh, wenn der mich in Ruhe gelassen hat. Ich war energetisch ganz unten, und dann hat man auch kein Interesse an Sex. Dann ist man nur dran interessiert, den nächsten Tag zu überleben, in irgendeiner Form. ... Es war nicht so, dass es gar nicht mehr stattfand, aber ich hatte da keine Lust mehr zu. Es war keine Freude mehr, nichts mehr, was mich aufgebaut hatte. ... Das [mit der Lust] hörte fast schlagartig auf, als ich meinen Mann kennen lernte. ... Ich habe da auch nicht drüber nachgedacht, es war einfach so. Er hatte wohl auch die Erwartungshaltung. Ich hätte da überhaupt nichts gegen tun wollen.

Verheiratet bis zur Unkenntlichkeit


In meiner Ehe habe ich immer versucht, ihm alles recht zu machen, ihm alles zu geben, damit er sich gut fühlt. Er fühlte sich aber nie gut. Und immer wieder habe ich einen oben drauf gesetzt, bis ich nicht mehr vorhanden war, sondern ein Wesen, das funktionierte, wo ich mich selbst wirklich aufgegeben habe. Es war eine Phase, da war ich tot. Dann kamen die Kinder – das wollte ich gern. Meine Kinder sind auch nur 13 Monate auseinander. Dann wurde es schwierig – zwei Kinder, die ich umsorgen wollte UND einen Mann! ... Das hatte dann nicht mehr hingehauen. Dann habe ich angefangen, mich um mich selbst zu kümmern, habe viel gelesen. Jetzt weiß ich, ich werde mich gut fühlen, wenn ich das will, schlecht, wenn nicht. ...


Die Trennung
Cora ergreift die Initiative

„Entweder meine Kinder und ich oder keiner von uns“...

...Das war das Gefühl – jetzt Verantwortung für die Kinder übernehmen! ... Ich habe zwei Jahre gebraucht, um mich zu trennen. Habe nach einem halben Jahr Trennung es noch mal mit ihm versucht, aber es klappte nicht. ... Da war ein Verantwortungsgefühl ihm gegenüber. ... Es hat mich massiv unter Druck gesetzt. ... Ich lebte dafür, dass es ihm gut geht, und es ging ihm nicht gut. Also war ich nicht gut genug. Ich habe es damals auch nur geschafft, weil ich einen guten Chef und eine Freundin hatte, die mich aufgefangen und unterstützt haben, dass ich meinen Selbstwert wieder aufbauen konnte. Allein hätte ich das nicht gepackt. ...

Ein Rückblick


Aber auf einer höheren, göttlichen Ebene habe ich mir das so ausgesucht. Davon bin ich ganz fest überzeugt. Das war schon gut so. Ich habe diesen Weg schon gehen wollen. ... Das hat mich stark gemacht, hat mich auch noch einfühlsamer gemacht und mich noch mehr dazu gebracht, noch mehr auf meine intuitive Seite zu gehen, auf die Gefühlsseite, und nicht mehr alles so mit dem Kopf zu machen, obwohl ich den auch gut benutzen kann. Der soll aber nicht mein Leben lenken. Früher habe ich das mit dem Verstand gemacht und heute eher mit dem Gefühl. ...

„Nie wieder ein Kerl! ... Aber Sex wollte ich schon!“


Nach der Trennung sagte ich: „Jetzt nie wieder ein Kerl!“ ... Aber Sex wollte ich schon! Und dann musste ich eben einen Weg finden, jemand kennen zu lernen. Das habe ich dann ja übers Internet gemacht. Der Freund, mit dem ich da zuerst los war, der war verheiratet. Das war völlig unproblematisch. Ich konnte da total gut mit umgehen. Ich suchte ja niemand für mich, sondern einen, mit dem ich mich mal austauschen konnte. Ich habe ihm seine spirituellen Grenzen erweitert und er mir meine sexuellen Grenzen – ein Geben und Nehmen, völlig in Ordnung, für seine Frau weniger, glaube ich. ... Nachher war ich wirklich heilfroh, dass er mir das [Swingen] gezeigt hat.


Biografisches

„Berührung ist für mich so was von wichtig“...


...egal, ob sexuelle Berührung oder nicht. Ich habe schon als Kind gern auf jedermanns Schoß gesessen, bin gern an der Hand gegangen, einfach, um dieses Gefühl von Berührung und Nähe zu haben. Sexualität kam dann für mich selbstverständlich dazu. Ich habe auch als Jugendliche mehrere Freunde nebeneinander gehabt und fand da gar nichts bei. ...

Aufklärung


Ich habe meiner Cousine ihr Buch geklaut: ‚Wo kommen die kleinen Mädchen und Buben her’. Ich war so zehn, elf. Ich habe mich lange gefragt, wie das funktionieren soll. Das Theoretische war mir schon klar, aber wie der Samen in die Frau kommt, das ist nirgends geschrieben. ... Aber mit dreizehn hatte ich einen Freund, mit dem ich das erste Mal geschlafen habe.

Defloration


Er war zwei Jahre älter. Er hat mich gefragt, ob wir das machen wollen. Und da habe ich einfach nichts gesagt. Und dann habe ich zu Hause drüber nachgedacht und dachte: Warum nicht!? Das fühlte sich gut an, als er gefragt hat. Und dann haben wir uns ein Gartenhäuschen genommen. ... Ich habe dann meine [drei Jahre ältere] Schwester gefragt, was ich beachten muss, dass ich kein Kind kriege. Für die war ich zu jung, aber wenn ich dazu Lust hätte – ... War nicht so ein prickelndes Erlebnis, erinnere nicht viel, nur, dass ich dachte: Und das war’s?! Die Spannung vorher war eigentlich viel besser als das Erlebnis. Aber irgendwann kriegte ich mit, es geht auch anders. War eben ein Prozess. Und am Ende meiner Ehe fragte ich mich, wie ich das vergessen konnte. Das war ja wirklich völlig ausgeblendet.

Masturbation


Das habe ich schon als Kind angefangen. Erste oder zweite Klasse, da gab es jemand, für den ich total geschwärmt habe. ... Irgendwann habe ich angefangen, mich selbst zu streicheln. Habe gemerkt, das fühlt sich gut an. Aber das habe ich versteckt als Kind. ... Das hat keiner mitgekriegt, außer meine Schwester, mit der ich mich drüber unterhalten habe. ... Es war nicht erwünscht, darüber zu reden. .... Ich gehörte nicht dazu, und eigentlich war ich sowieso ganz anders als alle anderen, auch mit der Sexualität. ... Ich wusste ja nicht, dass andere das auch machen. Und irgendwann habe ich einen Artikel oder ein Buch gelesen, dass Masturbation zu Krankheiten führt, wo ich gesagt habe: „Das stimmt nicht!“ (lacht) Als Kind hatte ich wohl auch noch mehr Zugang zu dem, was sich richtig anfühlt und was nicht. ...

Zu Hause

Wenn ich meine Eltern so angucke, denke ich, dass mein Vater einen freieren Umgang hatte mit Sexualität und meine Mutter eigentlich denkt: Oh Gott, ich bin eine Frau, ich Arme! Und das bezieht sie auf alles, auch auf die Sexualität. ... Mein Vater war Lebensmittelkaufmann. Meine Mutter war gelernte Buchhalterin, hat aber im Geschäft mitgearbeitet. Wir waren drei Mädels und ein Hund zu Hause. Und meine Oma war am Wochenende da, ... und später nur noch unter der Woche. ... Meine Oma hat immer bei mir mit im Zimmer geschlafen, weil ich das größte Zimmer hatte. ... Meine Schwestern hatten für sich allein jeweils ein kleineres Zimmer. Das hatte seine Vor- und Nachteile. Ich habe jede Nacht mit ihr zusammen geschlafen. ... Schlimm war das für die Selbstbefriedigung – konnte ich ja nur machen, wenn Oma nicht da war. Ich lag da manches Mal und dachte daran. ... Später hatte ich dann das riesige Zimmer für mich allein. ... Als ich zwölf, dreizehn war, ist sie nach einem Schlaganfall gar nicht mehr gekommen, ... und wir haben sie nur besucht. ...

Kindlicher Weltschmerz

Cora erzählt, dass sie als Kind viel gelitten hat und wie sie sich das heute erklärt.


Ich habe geheult, unvorstellbar! ... Meine Mutter hat immer gesagt: „Ach, Cora hat mal wieder Weltschmerz!“ Sie hat mir eine ‚Spalt’ [Schmerztablette] gegeben, und für sie war es erledigt. ... Vielleicht habe ich den Schmerz um mich herum – von meinen Eltern und Schwestern und Oma – aufgenommen und ausgedrückt. ... Meine Mutter ist eine Migräne-Patientin, immer gewesen. Es gibt kein Leben, wo Schmerz keine Rolle spielt – nicht nur körperlich, auch psychisch. Ich konnte nicht ausdrücken, dass es nicht meins ist, habe dann einfach geheult, um es auszubalancieren und wieder bei mir selbst anzukommen.

„Ich bin in einer falschen Familie“
Ich habe als Kind sehr viele Stimmen in meinem Kopf gehört, dass ich dachte: Welche Stimme ist eigentlich meine?! ... Was ich nie einem mitgeteilt habe, immer mit mir selbst abgemacht habe und auch immer dachte: Ich bin in einer falschen Familie. ... Ich war immer ganz lieb. Ich brauchte eine Lebensberechtigung. Wenn ich nicht lieb wäre, bräuchte ich auch nicht leben, habe ich raus gefunden. ...


Der Wandel


„Ich habe irgendwann beschlossen das Leiden aufzugeben“...

...Ich habe mir das so ausgesucht. Es sind nicht mehr Leiden, es sind Erfahrungen, die ich gemacht habe. Mein Leben ist heute auch nicht rund, aber ich mache Erfahrungen, und morgen mache ich es wieder anders. ... Aber insgesamt bin ich heute viel besser dran mit mir selber als noch vor zehn Jahren.

Krise und Schlüsselerlebnis


Mein Mann hatte eine ganz furchtbare Krise, hatte unerklärliche Gedächtnisverluste. Ich hatte dann eine Begegnung mit einer Physiotherapeutin. Die hat mir Reiki gegeben, die Hand aufgelegt und sonst nichts gemacht. Und ich habe geheult wie ein Schlosshund, konnte alles loslassen. Die hatte mir zwei Bücher empfohlen: ‚Mit Engeln beten’ und ‚Gesundheit für Körper, Geist, Seele’. Und hier las ich ein Kapitel und habe mich anders entschieden: Das ist es! Bis heute ist es ein langer Weg gewesen, aber der Schlüssel war in dem einen Kapitel: Alles, was in deinem Leben passiert, hast du dir selbst so ausgesucht! Wenn ich mir das selbst so aussuchte, und nicht das Opfer der Welt bin – wie ich es vorher immer spielte – dann kann ich ja auch alles anders machen, brauche nicht mehr drauf warten, bis die anderen was für mich machen. ICH kann was machen! Und das habe ich gemacht. Und bin immer noch dabei, ... noch nicht am Ende. Heute sage ich: „Ich bin Ich. So wie ich bin, bin ich gut. So habe ich mich gedacht, sonst wäre ich nicht so. Du bist genauso gut, nicht besser, nicht schlechter. .... Du BIST!“ … Das Schlüsselerlebnis war der Schnitt mit meinem Mann. … [Ich entwickelte mich] von einem leidvollen Menschen hin zu einem Menschen, der die Verantwortung nur für sich selbst annimmt, nicht mal für meine Kinder. ...

Diplomarbeit-Cora (pdf, 76 KB)

Weiter geht's mit Iris.


Worum geht's hier eigentlich?


Für neue Leser:
Sie lasen soeben einen Teil aus meiner Diplomarbeit.
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Mukono - 2007/06/09 14:45

Überzeugend

Im Gegensatz zu Anna, macht Cora nicht traurig, eher heiter. Diese Frau wirkt sehr souverän. Ein Swingerclub scheint für sie, wie geschaffen. Sie geht frei und offen damit um, selbst ihre Familie weiß Bescheid.
Sie versteht offenbar erfüllte Sexualität als Liebe zu sich selbst. An einer Stelle sagt sie sogar, manchmal ist es ihr egal, mit wem. Auf der anderen Seite scheint sie in einem Swingerclub auch so etwas wie die „gute Seele vons Janze“ zu sein. Sie kümmert sich auch um Niveau und gute Kommunikation.
Eine wirklich tolle Frau.
Diese weibliche Klugheit von Cora ist echt beeindruckend. Ich denke, sie hat die Fähigkeit in sich ruhend, nach außen zu „strahlen“. Interessanterweise habe ich das oft bei Menschen gefunden, welche eine schwere Kindheit hatte, aber diese überwanden aus einer eigenen Kraft heraus.
In der Sexualität gibt es ja immer einen Punkt, wo man den Partner oder die Partnerin vergisst, und sich „um sich selbst“ kümmert, um zum Orgasmus zu kommen. Cora kann das. Grins, ich denke von ihr kommt nie die nervende Frage: „Liebling, wie war ich?“
Morgen ist Sonntag, Montag geht’s weiter. Leider kann man nicht alle Gespräche lesen...

Lieben Gruß aus dem sonnigen Berlin

Mukono (im Schatten)

Eugene Faust - 2007/06/09 15:14

Mit dieser Reaktion habe ich gerechnet, lieber Mukono.

Ich habe leider nicht für alle Gespräche das Ok, welches über die Abgabe der Arbeit an der Uni hinausgeht. Da im Auswertungsteil aber Zusammenfassungen mit Zitaten zu den Einzel-Kategorien aus allen Gesprächen sind, bekommt man m. E. trotzdem einen Einblick. Zumindest war das mein Anliegen, damit z.b. der Zweitprüfer trotz Zeitnot die Arbeit angemessen begutachten konnte.

Ich wünsche dem Tageskommentator einen erholsamen schreibfreien Sonntag

Ihre Eugene (auch im Schatten, aber mit Ventilator!)
Eugene666 (Gast) - 2014/03/07 13:51

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Da langt Mann sich echt an den Kopf.

Da begiebt sich diese Caro in einen Swingerclub und mockiert sich wenn sie, wohlgemerkt noch in einer halbwegs netten Art, angesprciehn wird ob sie was mit den zwei anfangen will und 2 Sätze weiter jammert sie wenn sich die Kerle nicht "trauen".

Ja nee, iss klar...am Besten mit nem Blumestrauß vorstellig werden, 3x zum fetten Dinner beim Nobelitaliener und dann kanns eventuell zur Sache gehen.
Frauen sind echt nicht für die "Nur Fickerei" geschaffen...

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Im glad I now registered
Really....such a important site.
4rx (Gast) - 2017/04/10 15:13
ja.
ja.
dus - 2015/12/09 10:19
Einfach nur mal so....
Schön, dass es diesen Blog immer noch gibt.
Lo - 2015/12/04 09:15

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Zuletzt aktualisiert: 2017/04/10 15:13

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