8
Apr
2009

Ein Albtraum

Es fängt harmlos an. Nein. Es ist geradezu wunderschön. Ein warmer, traumhaft sonniger Tag will Abend werden. Die Sonne steht tief, und die Luft wird angenehm lau.

Traum0

Drei Jungs kicken noch. Sonst ist der Strand menschenleer.

Traum1

Als der Ball in meine Richtung fliegt, versuche ich ihn lässig gegrätscht zu stoppen. Es gelingt mir nicht. Der Ehrgeiz fehlt.

Traum2

Lachend hake ich den A. unter, der sich Richtung Heimat bewegt.

Traum3

Warmes Wasser überspült langsam den Strand.

Traum

Bei den Bungalows ankommen, plätschert es schon sanft gegen die Terrassentür.

Traum5

Wir gehen wohl besser hinten rein, verkünde ich sorglos, aber der Allergeliebteste - eben noch an meiner Seite - ist weg. Und auch die Häuserzeile ist plötzlich wie vom Erdboden verschluckt.

Traum6

Schlagartig fühle ich mich jämmerlich und unbeschreiblich verloren. Schon sinkt der Strand mit mir ins absolute Nichts.

nichts

Ich erwache an meinem Todesschrei.
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C. Araxe - 2009/04/08 17:45

Boah! Sie haben das, was ich mir schon lange gewünscht habe. Zwar nur in S/W, aber immerhin überhaupt die Möglichkeit.

Eugene Faust - 2009/04/08 20:41

Sie dürfen mir glauben,

dass mein Material in traumhaften Farben aufgezeichnet war. Bei der Wiedergabe musste ich allerdings Opfer bringen.

(Ich erinnerte mich sogar noch dunkel an Ihren damaligen Beitrag)
C. Araxe - 2009/04/09 09:48

Vielleicht klappt es ja, wenn Sie die Sättigung nicht so stark verringern und bei der Schärfe lässt sich bestimmt auch noch was machen, wenn Sie auf das diagonale Verwischen verzichten. ;·)
Eugene Faust - 2009/04/09 11:36

Hinter Bild 6 ist jetzt eins in Farbe extra für Sie. :)
C. Araxe - 2009/04/09 11:43

Dankeschön!
(Jetzt wünsche ich mir diesen Service nur noch für meine Träume. Heute bräuchten Sie da allerdings weniger Farbe. Es ging irgendwie um das eine Fellmonster.)
Eugene Faust - 2009/04/09 11:57

Und das EINE Fellmonster ist so schwarz wie das andere, nehme ich an.
C. Araxe - 2009/04/09 12:29

Nicht ganz. Das eine hat einen versteckten, weißen Fleck am Unterleib, quasi weiße Schamhaare.
herold - 2009/04/08 18:40

vor dem schlafen gehen ist leichte kost zu empfehlen.

Eugene Faust - 2009/04/08 20:43

Geräucherte Forelle mit Meerrettichsahne, zu schwer?
hans1962 - 2009/04/08 19:03

Diese Traumschilderung hat bei mir tiefe Resonanzen hervorgerufen. Wie ergreifend erzählt! Wie lebendig illustriert! Wie schön, dass der "Allergeliebteste" dann plötzlich wieder da ist... Ich möchte Ihnen Beiden gerne dieses Gedicht hierlassen:
Morgenglück

Aneinander erwachen
Aus ahnendem Traum,
Die Augen aufmachen
In klingendem Raum

Die Hände fühlen
und schlafeswarm
Hinüberspülen
In deinen Arm

So süß gebettet,
So Blut an Blut,
So sanft gerettet
Aus Nacht und Flut

Im Grenzenlosen
So still zu zweit...
Der Tag weht Rosen
So leicht, so weit...
(Eugen Roth)

Eugene Faust - 2009/04/08 20:48

Der Allergeliebteste war

leider schon früh im Büro. Gern hätte ich mich schlafeswarm in seine Arme spülen lassen, sanft aus Nacht und Flut gerettet. Wie passend dieses wunderschöne Gedicht gerade nach solch einem Traum ist. Vielen Dank dafür!
Eugene Faust - 2009/04/08 22:53

Hans?

hans1962 - 2009/04/08 23:07

too close to home

(your home)
möcht' doch lieber respektvollen Abstand wahren...
Eugene Faust - 2009/04/08 23:11

ok

Ich habe Ihren Kommentar aber in keinster Weise als distanzlos empfunden.
hans1962 - 2009/04/08 23:24

das beruhigt mich,

danke für die Klarstellung!
404 - 2009/04/09 16:18

... aber das "absolute" Nichts ist gar kein Nichts!

Eugene Faust - 2009/04/09 16:24

Ich weiß. Schon als Kind kam ich nach längerer Gedankenarbeit zu dem Schluss, dass ein Nichts, das ich mir vorzustellen versuchte, ja schon im Moment des Erfassens kein Nichts mehr sein kann. Und ein absolutes Nichts ist natürlich absurd :)
bonanzaMARGOT - 2009/04/09 17:39

Interessant.

Eugene Faust - 2009/04/09 18:08

Was genau?
bonanzaMARGOT - 2009/04/09 18:21

Eine Menge. Später mehr, wenn ich zurück am PC bin.
bonanzaMARGOT - 2009/04/10 08:05

ich mag bildgeschichten. und deine hier hat poesie. (wer hat nicht schon ähnliche träume gehabt ...)
sehr schön die gewählten bildausschnitte, die dem betrachter genug assoziativen raum lassen.
der text schlicht als erzählende, sanfte stimme unterlegt.
wirklich gut komponiert.
Eugene Faust - 2009/04/10 14:01

thx

bonanzaMARGOT - 2009/04/10 14:13

thx??
Eugene Faust - 2009/04/10 14:30

Thanks :)
bonanzaMARGOT - 2009/04/10 14:32

mein gott, was ich alles nicht weiß ...

danke.
Eugene Faust - 2009/04/10 14:47

omg

heißt beispielsweise 'Oh my god'. Das und vieles andere im www musste ich auch erst mal lernen.
bonanzaMARGOT - 2009/04/10 14:51

ich bin seit knapp 10 jahren im www unterwegs und verzichte gern auf diese dämlichen kürzel (entschuldige).
ich lebe seit gut 46 jahren auf der erde und brauche so manches nicht.
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schneck08 - 2017/10/24 00:20
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4rx (Gast) - 2017/04/10 15:13
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dus - 2015/12/09 10:19

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