6
Mrz
2010

Schönstes Skiwetter auf der Schanze*

Auch wenn allerorten der Frühling herbeigesehnt wird, der ja so sicher kommt wie das Amen in der Kirche, ich finde es gerade traumhaft schön draußen - obwohl ich mich drinnen aufhalte.

Diese Wetterlage fällt gerade ironischerweise mit einem unerfreulichen Jubiläum zusammen. Vor 30 Jahren begann der langsame aber stete Abschied von bis dahin selbstverständlichen Betätigungen und Funktionen. Am schwersten fiel mir der Abschied vom Skifahren und vom Tanzen.

Vor 24 Jahren stand ich endgültig das allerletzte Mal auf den Brettern.

Eugenes-letzter-Skiausflug

Trotzdem bin ich nicht mehr sonderlich traurig darüber – meistens jedenfalls. Ich beherrsche es dafür immer besser im Hier und Jetzt zu leben. Es ist schon erstaunlich, wie man sich arrangiert, sich gewöhnt und sich in seiner kleinen Nische einrichtet.
*
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momoseven - 2010/03/06 12:21

WOW

ein wunderschönes Bild von Dir!!!

Eugene Faust - 2010/03/06 15:01

Noch richtig schön aufgepolstert. Aktuell muss ich mich wieder verstärkt mit den Folgen der Gravitation anfreunden. :(
momoseven - 2010/03/06 15:14

Falls Du´s nicht schon gesehen hast, Du hascht Poscht!
:-)
Eugene Faust - 2010/03/06 15:35

Oh!

nein, hatte das noch nicht bemerkt. Ich sitze nach wie vor nur sporadisch am Rechner, da das blöde Ding laufend abstürzt. Gib mir etwas Zeit, du Liebe. :x
Aurisa - 2010/03/06 12:37

Hallo Frau Faust,
es ist erstaunlicherweise tatsächlich so, daß wir Menschen ein gewisses individuelles Glücks-Niveau haben, das sich mittelfristig immer wieder einstellt...
Darum sind Lottomillionäre nach einiger Zeit auch nicht mehr glücklicher als vorher... und darum können wir auch mit Verlusten und Schicksalsschlägen leben ohne dadurch langfristig unglücklich zu werden.
Ansonsten schließe ich mich momoseven an:
Ein sehr sehr schönes Bild :)!
Viele Grüße
Klaudia

Eugene Faust - 2010/03/06 15:18

Hallo Klaudia,

ja vermutlich sind etwa 50 % unseres Glücksniveaus stark von unseren Genen beeinflusst. Und zu meiner Namenswahl wurde mein Vater vielleicht durch ein genetisches Programm getrieben. Er ging nämlich ohne Entscheidung aufs Standesamt, ließ sich von der Standesbeamtin Namen vorlesen, stoppte sie bei "die Glückliche" und ließ mich so eintragen. Glücklicherweise war meine Mutter mit der Wahl zufrieden. :D
Britta-UE - 2010/03/06 12:58

Uii ...

... das ist aber wirklich ein sehr, sehr schönes Bild ...
Ein bissi wie Rosi Mittermeier (die hieß doch so, oder?) ...

Bei allen sicherlich schmerzhaften Verlusten - Dein Lächeln ist auch auf späteren Bildern leicht wiederzuerkennen!

Eugene Faust - 2010/03/06 15:23

Danke!

Britta-UE - 2010/03/06 15:40

Yep!

Genau! Etwa so hatte ich die in Erinnerung!

Aber Dich finde ich schöööner ...
*reichlich Honig um den gewiss nicht vorhandenen Bart schmier* ;-))
Eugene Faust - 2010/03/06 15:44

Ich gebe zu bedenken, dass es nur vorteilhafte Bilder in das Blog schaffen. Und außerdem ist die letzte Veröffentlichung schon eine Weile her. Ohne Witz, die Bäckchen geben gerade schwer nach. Ich muss mich sehr daran gewöhnen, dass mir meine Oma aus dem Spiegel entgegenschaut, echt jetzt...
Britta-UE - 2010/03/06 15:53

Hmpf... ist wohl eben einfach so - schöner macht die Zeit wenige, interessanter einige ... und der Rest schrumpelt halt so irgendwie dem persönlichen Eschaton entgegen.
Ich kann auch nicht gerade behaupten, dass mir das Älterwerden sonderlich Vergnügen bereitete... :-/
Das schöne Erinnerungen horten schon (ein Satz den ich beim ansonsten hart den Kitsch streifenden "Joe Black" mit Gewinn aufgeschnappt habe).
Erfahrungen sammeln braucht nun mal Zeit - und setzt Älterwerden voraus.
So versuche jedenfalls ICH mich immer zu trösten ... ;-))
Eugene Faust - 2010/03/07 01:53

Fast hätte ich dich übersehen

Ich vertröste mich ja auch schon zunehmend gekonnter. Und sollte ich eine richtig alte Schachtel werden, habe ich mich sehr wahrscheinlich längst an den sichtbaren Verfall gewöhnt, zumindest habe ich gute Vorbilder in dieser Hinsicht. (ich muss jetzt erst einmal Eschaton googeln.)
schreiben wie atmen - 2010/03/06 13:13

Cher Madame Öschenie,

ja, sie tun recht daran, die Schönheit der derzeitigen Wetterlage von drinnen zu genießen. Und das Sein im Jetzt ist ein Zustand den mein Lehrer als das Vorzimmer zur Erleuchtung bezeichnet.
Die Verluste kann ich als knochenlahme Alte SAeckin zumindest bedingt nachfühlen. Noch viel mehr in Bezug auf die miterlebte Biografie einer muskeldystrophischen Freundin, die ich betreue. Sie sagen es ganz richtig: man muss sich einzurichten verstehen in seiner Nische, das Wichtigste aber: die Nische immer wieder mit Lachen zu erfüllen und die bösen Geister durch gute Gespräche, Klatschen und Musik vertreiben.

elke66 - 2010/03/06 14:38

ich finde Sie sind noch viel schöner geworden, Frau Faust und was den Schnee angeht, gefällt mir am besten Ihr Satz, dass der Frühling so sicher kommt ... Ich habe gerade mit meinen schwachen Armen und dem verkorksten Rücken den Schnee weggeräumt und was sehe ich jetzt: es schneit! Da fällt eine positive Beziehung zur derzeitigen Wetterlage mir nicht so leicht, aber ich werde versuchen die Nische die trotzdem bleibt mit Lachen zu füllen, ein sehr zu beherzigender Rat der alten Saeckin.
Eugene Faust - 2010/03/06 15:36

@swa

...und mit bloggen, sagt die Vorzimmerleuchte! ;)
Eugene Faust - 2010/03/06 15:40

@elke

das hört sich nach wenig Sonnenschein an, daher wünsche ich Ihnen wenigstens selbigen. :)
walhalladada - 2010/03/06 15:45


Eugene Faust - 2010/03/06 15:52

Danke für den hübschen Kristallpunkt, lieber Dr. Schein.
walhalladada - 2010/03/06 15:57

Von Herzen gern, liebe Eugene!
Eugene Faust - 2010/03/06 16:09

Sogar sonst nicht so schöne Ecken sehen irgendwie freundlicher aus.

Eugene Faust - 2010/03/06 16:12

Eugene Faust - 2010/03/06 16:13

walhalladada - 2010/03/06 16:28

Die Charts bringen uns zusammen :-))
Eugene Faust - 2010/03/06 17:30

Auch die Aufs und Abs sind Seit an Seit bisher :)
Eugene Faust - 2010/03/06 20:19

Inzwischen hat und des Pathologen Eingriff in der Praxis getrennt. ;)
C. Araxe - 2010/03/06 17:55

Ach, hat doch auch alles was Gutes – Sie können sich nicht mehr Hals und Beine brechen durchs Brettern.

Und im Gruselkabinett können Sie auf die heutige Alster schauen . :·)

Eugene Faust - 2010/03/06 20:17

sehr schön geschrieben

Schwesterherz (Gast) - 2010/03/07 00:50

Was für ein Bild!!!

Du siehst auf dem Bild wirklich "anderst" gut aus.
"andrsch" ist zurzeit unter den Schweizer Jugendlichen DAS Wort für super gut, mega oder wie Dieter Bohlen sagen würde --hammermässig--. Kein Wunder sind dir die Männer wie Fliegen nachgelaufen!
Ich finde du siehst aber auch heute immer noch super gut aus, und das meine ich ganz ehrlich.
Ich gehe jetzt meinen Schönheitsschlaf machen, aber irgendwie nützt das gar nichts mehr.

Eugene Faust - 2010/03/07 01:16

Merci vielmohl mis Schwöschtrhärzli :)

Kannst du denn zur Zeit überhaupt schlafen, oder richtest du schon in Gedanken deine neue Werkstatt ein, zumindest scheint das gerade greifbar zu sein, oder?
schneck08 - 2010/03/07 01:11

wären sie, liebe eugene, 1986 und derart strahlend im anderen eck' der auffahrenden gondel gestanden, ich hätte nicht mal mehr einen schneepflug hinbekommen! /ich fahr' ja auch nicht mehr ski und tanzen tu ich auch nicht mehr. zwar aus anderen verhinderungen, aber das ist unterm strich ja ganz egal vielleicht! deshalb, und umso herzlicher, ihr schneck ;-)

Eugene Faust - 2010/03/07 01:19

Nach dieser Gondelfahrt wäre es mir sicher genauso gegangen

(Ich könnte Sie küssen!)
rinpotsche - 2010/03/07 03:33

"Sie standen an den Hängen und missten" (ungefähr Ernst Megerlein--was für einen Scheiß ich mir merken kann...) Sie können sich der damaligen Ausstrahlung aktuell durchaus gemessen zeigen, aber mein freiwilliges, alpines Aufgeben lässt kein Nachempfinden zu. Dennoch, ist die Piste des Lebens im Rücken erfüllt, umso leichter lässt es sich stolz vorauswedeln---das beherrschen Sie wie keine!

Eugene Faust - 2010/03/07 12:15

Und solche Kommentare beherrscht nur eine!

Danke liebe Rini
books and more - 2010/03/07 12:36

Dachte zuerst, das haben Sie aus einem alpinen Werbeprospekt! 'Die allerschönsten Seiten des Winters', 'Bei uns lacht Sie das Leben an!' oder so! Da schaut man ja mit offenem Mund hinterher und übersieht mit Leichtigkeit das wilde Hupen der Pistenraupe ...

[Bergwachtler, ins krksende Funkgerät:]
Hallo, hier Bergstation, Servas. Mir hättan da wieder eine Überfahrung, schickts Ihr den Heli? I woas a nit, wos heuer ...

Eugene Faust - 2010/03/07 12:57

BOOKS HU MOR

Mei, i muass fei allweil no lochn, wann i mir des ausmal. :D
HARFIM - 2010/03/15 13:18

Schönheit

Und wenn wir nach außen immer älter werden und nach innen immer schöner, können wir uns ja eines Tages wenden lassen :-)))
So entstehen Religionen *g*

Liebe Grüße von Nische zu Nische

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schneck08 - 2017/10/24 00:20
Im glad I now registered
Really....such a important site.
4rx (Gast) - 2017/04/10 15:13
ja.
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dus - 2015/12/09 10:19

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