Amüsantes

26
Jul
2007

„Halt doch mal dein Maul da hinten!“

rufe ich quer durchs Lokal in Richtung Klaus Kinski, der nun schon wiederholt nervt und die Interaktionen einiger Gäste vor allem die mit meinen Freunden stört. Anfänglich versuchte ich ja noch gute Miene zu diesem Spiel zu machen, schließlich sitzt hier ein Genie, raunt es einen Tisch weiter. Als Antwort auf meine Aufforderung wirft Kinski diabolisch grinsend seine brennende Kippe nach mir. In Sekundenbruchteilen frage ich mich, ob ich Kunstfasern am Körper trage und entscheide, dass die Gefahr, lichterloh in Brand zu geraten, gleich Null ist. Ich entferne lässig die Glut und wende mich wieder meinem Tischnachbarn zu. Kinski schaut perplex in meine Richtung und erhebt sich langsam. Noch bevor er meinem Platz erreicht, um mir zu gestehen, dass er so wild nach meinem roten Erdbeermund sei, wache ich auf.
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22
Mai
2007

Skifahrer im Treppenhaus

Klingt wie Kuh auf Hausdach, sei aber wahr.

Renke erzählte kürzlich eine Episode aus dem letzten Sommer:

Ein Freund feiert mit Kumpels seinen Geburtstag. Von den Eltern gab es - etwas unüblich für diese Jahreszeit - eine nigelnagelneue Skiausrüstung mit allem Drum und Dran. Als der zweite oder dritte Joint kreist, hat einer einen grandiosen Einfall. Man könnte doch gleich mal die Ausrüstung einweihen. Prima Idee! Riesengelächter beim Einkleiden und Anschnallen der neuen Skier.

Unten wohnt Oma Hansen. Oma Hansen kann bei dem Radau nicht schlafen. Gerade als sie das Treppenhaus betritt, brettert der Abfahrtsläufer von lautem Hallo begleitet in voller Montur die Treppe hinunter und mit Karacho in Oma Hansen hinein. Oma Hansen liegt da wie tot. Der Skiläufer fängt sich als erstes und ist nun recht schnell ernüchtert. Sofort wird der Notarzt angerufen und flink die verräterischen Spuren beseitigt. Kein Wort von dem Zusammenstoß.

Nach drei Tagen treibt sie das schlechte Gewissen mit Piccolo und Blumen ins Krankenhaus. Aber Oma Hansen liegt dort nicht. Vorsichtig fragen sie nach. Die Frau Hansen sei in die Psychiatrie verlegt worden, denn die verrückte Alte habe es sich nicht ausreden lassen, mitten im Sommer und mitten in der Nacht in Nordfriesland von einem Skifahrer über den Haufen gefahren worden zu sein.
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11
Mai
2007

NICHTS zum Muttertag

Wie jedes Jahr ruft mein Mütterlein auch dieses Jahr an, um mir mitzuteilen, dass ich mich nicht in Unkosten stürzen und ihr ja NICHTS (d.h. keine Blumen) schenken möge. Meine Mutter liebt Blumen muss man wissen. Und alle Jahre wieder lasse ich es mir natürlich nicht nehmen. Dieses Jahr bekommt sie noch ein umgebasteltes Gedicht aus dem WWW dazu.

nichts

Liebste Mama, Du kannst Dir's denken,
ich wollt' Dir gerne etwas schenken
und überlegte fiebrig Tag und Nacht,
womit man Dir wohl Freude macht.
Da kam mir DIE Idee beim Denken,
Dir eine Schale NICHTS zu schenken.

Den Einfall fand ich gar nicht schlecht,
denn NICHTS zu schenken wär’ Dir recht.
Ich bin dann schnell zum Markt gelaufen,
um für Dich diesmal NICHTS zu kaufen.

Das aber war nicht leicht zu schaffen.
Du ahnst ja nicht wie alle gaffen,
kommst du in ein Geschäft gelaufen
und sagst sogleich „Ich möcht’ NICHTS kaufen".

Siehst wie ’ne Kundin aus zumindest
und fragst, ob du hier wohl NICHTS findest.
Verkäufer wie Verkäuferinnen
die meinten gleich, ich wär’ am Spinnen.
Doch all der Fragen angesichts
rief ich sofort: „Ich möchte NICHTS!"

Und suchte schon zum zweiten Male
in den Regalen nach 'ner Schale
bis mir der Chef dann sagt am Ende,
dass ich ganz hinten links NICHTS fände.
Und wirklich, im Vorübergeh'n
sah ich tatsächlich dort NICHTS steh’n.

Ich nahm mir NICHTS und bin gerannt
vor Freude, weil ich hier NICHTS fand
zur Kasse gleich mit großem Strahlen
und sagte: „Ich will NICHTS bezahlen!"

Die Kassendame sah mich an,
und sie erwiderte sodann:
„Wenn wir im Hause NICHTS empfahlen,
dann müssen Sie auch NICHTS bezahlen!"

Du merkst es ist zum Haare raufen
willst du nun wirklich mal NICHTS kaufen.
Ich will die Rede hier beenden
Du siehst, ich habe NICHTS in Händen.
Ich schenk’ Dir NICHTS, wie Du hier siehst
und wünsche, dass Du dies genießt.

Genießt Du NICHTS in Deinem Garten,
kannst Du von NICHTS etwas erwarten.
In diesem Sinn - verzeihe mir -
Genieße ES, das wünsch’ ich Dir!

(verarbeitet wurde dies.)
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7
Mai
2007

Der verwirrte Professor in uns

Zur Einleitung ein Scherzrätsel aus einer Zeit, in der auf Bahnhöfen noch Personenwaagen standen. Für einen Groschen, oder wie der Schwabe sagt, „für a Zehnerle“ (früher eben) bekam man nach dem Messvorgang ein kleines Kärtchen mit seinem aufgedruckten Gewicht.

Also: Was ist ein verwirrter Professor?

Jemand, der einen Groschen in den Briefkastenschlitz wirft, auf die Bahnhofsuhr schaut und feststellt: “Ach, schon wieder ein Kilo zugenommen!“

Es geht um das Thema Automatismen.

Automatismen entlasten ja unseren Arbeitsspeicher, sind im Ergebnis aber manchmal tückisch. Im günstigsten Fall hat man danach etwas zum Lachen.

Zwei Beispiele:

An meiner Arbeitstelle als Kindermädchen trat eines Morgens die Hausherrin an den Kühlschrank. Offensichtlich war sie noch nicht richtig ausgeschlafen oder sehr in Gedanken, denn sie betätigte mit vorgestrecktem Bein einen unsichtbaren Hebel, öffnete gleichzeitig den Kühlschrank und warf – schwupp - eine zerknüllte Abfalltüte hinen.

Zu Besuch bei meiner Schwester: „Psst, sei mal still, da tropft’s doch irgendwo!" Und richtig, das Geräusch kommt eindeutig von der Spüle her. Der Hahn tropft aber nicht. Komisch. Wir horchen genauer hin. Ahh, es tropft unter der Spüle. Wir sehen nach. Ein riesiger Topf, der in keinem anderen Schrank Platz fand, steht unter dem Syphon. Dieser sitzt etwas schief und leckt. Der Topf ist schon randvoll. Gaaaanz voooorsichtig bugsiert meine Schwester den Riesenpott nach oben und – schwupp – ...

*******************************************************

edit:

Warum ich das poste?
Eben wollte ich Zucker nachfüllen und habe dabei die halbe Tüte in meinen Kaffeebecher geschüttet.
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17
Apr
2007

"Möchten Sie eine Freundin?"

Nachdem ich von der freundlichen Stewardess nett plaudernd an meinen Platz begleitet werde, schaut sie mich strahlend an und fragt plötzlich ganz unvermittelt: "Möchten Sie eine Freundin?" Kurz halte ich inne, recht verduzt, so direkt mit solch einem Ansinnen angesprochen zu werden. Schließlich ist es ja mit dem Freundinnen-Werden nicht wie mit dem Anbandeln in der Adoleszenz, wo man schon mal gefragt wird, ob man mit einem gehen wolle. Aber da sie mir wirklich gefällt in ihrer herzerfrischend direkten Art, antworte ich etwas zögernd zwar, aber dennoch mutig: "Ja, warum eigentlich nicht!?" Sie lächelt erfreut, macht kehrt und kommt mit einer Zeitschrift zurück.

(Während des Fluges noch habe ich ihr meinen Irrtum gestanden. Wir haben beide sehr gelacht - wie Freundinnen eben.)
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17
Jan
2007

Nichts sagen...

blickwinkel
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16
Jan
2007

8
Dez
2006

Das schlägt dem Fass die Krone ins Gesicht*

*solche Sprüche und mehr findet man bei Etosha
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2
Nov
2006

"A Psychologin also look through"

Heute hat mich jemand aus Australien gegoogelt (Suchbegriff: eugene faust). Wenn er/sie die Seite von Google übersetzen ließ, stand da folgendes:

A Psychologin also look through
Briefly before I travel now one week to Switzerland, I want to give the still following joke to the best one:

A man saunters in a lauen late afternoon the Limmat along. It is still rather warm. There a small beach loads it to the recreating bath in. He has no trunk thereby, but because far and broadly nobody is to be seen, he gets rid of of its office clothes and jumps themselves in the water.

He enjoys it much and swims a tidy distance. When he decides himself to terminate his bath he discovers a young woman, who is deepened beside its dresses into a book. What do? While he considers feverful, how he comes out from this him embarrassing situation, he discovers an old night pot at the beach of far downward as stranded goods. He seizes a plan: The pot he wants before his private parts to hold and during he the reading into a discussion complicated, his clothes actually take. Thought, done!

He snatches himself the pot and stands shortly thereafter with it. “Which would read Sia DO Schöns?” “Oh, isch it Buach üb'r psychology.” “Over psychology? Yes, because Sia wüsset, which i dänk!” “, I knows scho! Sia dänket s'Töpfli hät it Bödeli. S'hät however keis!”

Es handelt sich dabei um diesen Beitrag.
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2
Sep
2006

Eine Psychologin mit Durchblick

Kurz bevor ich nun eine Woche in die Schweiz reise, will ich noch folgenden Witz zum Besten geben:

Ein Mann schlendert an einem lauen Spätnachmittag die Limmat entlang. Es ist noch ziemlich warm. Da lädt ihn ein kleiner Strand zum erfrischenden Bad ein. Er hat zwar keine Badehose dabei, aber weil weit und breit niemand zu sehen ist, entledigt er sich seiner Bürokleidung und springt ins Wasser.

Er genießt es sehr und schwimmt eine ordentliche Strecke. Als er sich entscheidet, sein Bad zu beenden, entdeckt er eine junge Frau, die neben seinen Kleidern in ein Buch vertieft ist. Was tun? Während er fieberhaft überlegt, wie er aus dieser ihm peinlichen Situation herauskommt, entdeckt er am Strand weiter abwärts einen alten Nachttopf als Strandgut. Er fasst einen Plan: Den Topf will er vor seine privaten Teile halten und während er die Lesende in ein Gespräch verwickelt, seine Kleidung an sich nehmen. Gedacht, getan!

Er schnappt sich den Topf und steht kurz darauf bei ihr. "Was läset Sia denn do Schöns?" "Oh, das isch es Buach üb'r Psychologie." "Über Psychologie? Ja, denn wüsset Sia ja, was i dänk!" "Ja, das weiß i scho! Sia dänket s'Töpfli hät es Bödeli. S'hät aber keis!"

edit:

Übersetzung des Dialogs: "Was lesen Sie denn da Schönes?" "Oh, das ist ein Buch über Psychologie." "Über Psychologie? Ja, dann wissen Sia ja was ich denke!" "Ja, das weiß ich schon! Sie denken, der Topf hat einen Boden. Er hat aber keinen!"
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