Angie, angie, when will those clouds all disappear?
Angie, angie, where will it lead us from here?
With no loving in our souls and no money in our coats
You can't say we're satisfied
But angie, angie, you can't say we never tried
Angie, you're beautiful, but aint it time we said good-bye?
...und staunte nicht schlecht, als beim finalen Aufmarsch der beiden Wackelkandidatinnen vor der Jury von GNTM 'O Haupt voll Blut und Wunden' - das wohl bekannteste und innigste Passionslied - als Untermalung der aufgewühlten Model-Verfassung herhalten musste.
Obwohl ich nicht gläubig bin, finde ich das schon ziemlich geschmacklos.
Zur Einleitung ein Scherzrätsel aus einer Zeit, in der auf Bahnhöfen noch Personenwaagen standen. Für einen Groschen, oder wie der Schwabe sagt, „für a Zehnerle“ (früher eben) bekam man nach dem Messvorgang ein kleines Kärtchen mit seinem aufgedruckten Gewicht.
Also: Was ist ein verwirrter Professor?
Jemand, der einen Groschen in den Briefkastenschlitz wirft, auf die Bahnhofsuhr schaut und feststellt: “Ach, schon wieder ein Kilo zugenommen!“
Es geht um das Thema Automatismen.
Automatismen entlasten ja unseren Arbeitsspeicher, sind im Ergebnis aber manchmal tückisch. Im günstigsten Fall hat man danach etwas zum Lachen.
Zwei Beispiele:
An meiner Arbeitstelle als Kindermädchen trat eines Morgens die Hausherrin an den Kühlschrank. Offensichtlich war sie noch nicht richtig ausgeschlafen oder sehr in Gedanken, denn sie betätigte mit vorgestrecktem Bein einen unsichtbaren Hebel, öffnete gleichzeitig den Kühlschrank und warf – schwupp - eine zerknüllte Abfalltüte hinen.
Zu Besuch bei meiner Schwester: „Psst, sei mal still, da tropft’s doch irgendwo!" Und richtig, das Geräusch kommt eindeutig von der Spüle her. Der Hahn tropft aber nicht. Komisch. Wir horchen genauer hin. Ahh, es tropft unter der Spüle. Wir sehen nach. Ein riesiger Topf, der in keinem anderen Schrank Platz fand, steht unter dem Syphon. Dieser sitzt etwas schief und leckt. Der Topf ist schon randvoll. Gaaaanz voooorsichtig bugsiert meine Schwester den Riesenpott nach oben und – schwupp – ...
Warum ich das poste?
Eben wollte ich Zucker nachfüllen und habe dabei die halbe Tüte in meinen Kaffeebecher geschüttet.
Nachdem ich von der freundlichen Stewardess nett plaudernd an meinen Platz begleitet werde, schaut sie mich strahlend an und fragt plötzlich ganz unvermittelt: "Möchten Sie eine Freundin?" Kurz halte ich inne, recht verduzt, so direkt mit solch einem Ansinnen angesprochen zu werden. Schließlich ist es ja mit dem Freundinnen-Werden nicht wie mit dem Anbandeln in der Adoleszenz, wo man schon mal gefragt wird, ob man mit einem gehen wolle. Aber da sie mir wirklich gefällt in ihrer herzerfrischend direkten Art, antworte ich etwas zögernd zwar, aber dennoch mutig: "Ja, warum eigentlich nicht!?" Sie lächelt erfreut, macht kehrt und kommt mit einer Zeitschrift zurück.
(Während des Fluges noch habe ich ihr meinen Irrtum gestanden. Wir haben beide sehr gelacht - wie Freundinnen eben.)
Dies ist ein nichtkommerzielles Privatprojekt. Daher besteht auch keine presserechtliche Relevanz. Kontaktdaten können bei wichtigen Anliegen unter meiner Mail-Adresse erfragt werden